„,>*im*™i-'*** ,v4M - im ****
Die Kohlehydrate.
I ■•
7 * :
\ I
dann stellt sich aber die Farbe auch nicht her, wenn man die Flüssig'keit erkalten lässt. Wenn man nach dem Erhitzen das Reagirglas i fl9kalte Wasser bringt, so bemerkt man manchmal, dass die Flüssigke 11nicht blau, sondern dass sie roth wird. Das bemerkt man namentlich»wenn man einen etwas dickeren Stärkekleister anwendet, und etwas läng 61erwärmt. Es rührt dann daher, dass im Verhältnisse zu der Menge derStärke nur sehr wenig Jod vorhanden ist, so dass die Granulöse nichtsmehr davon abbekommt, indem die Erythrogranulose im Kleister dasganze Jod für sich in Anspruch nimmt.
Wir werden später mehrere Fermente kennen lernen, welche dasAmylum in Dextrin und Zucker umwandeln. Sie greifen alle die ör»'nulose früher an, als die Erythrogranulose, so dass in einem gewiss« 30Stadium ein Rest zurückbleibt, der sich mit Jod nicht mehr blau, sonder»roth färbt, und aus Cellulose und Erythrogranulose besteht. Es v/1 .uns bequem sein, für diesen Rest einen eigenen Namen zu haben, tuiich will ihn deshalb als Erythramylum bezeichnen.
Es ist behauptet worden, die Erythrogranulose als besondere vo°der Granulöse verschiedene Substanz cxistire nicht. Die rothe Färbufloberuhe einerseits darauf, dass die Jodgranuloscfärbung, je nach ihr* 3Intensität und je nach der Dicke der Schicht mehr roth oder bl al1erscheine, andererseits auf theilweiser Umwandlung des Jods in J°"'wasserstoffsäurc. Es ist allerdings richtig, dass unter gewissen U» 1 'ständen unter Bildung von Jodwasserstoffsäure Entfärbung eintritt, uüdass die früher blaue Masse dabei vorübergehend roth wird. Wen 11die rothe Farbe aber der Granulöse inhärirte, so müsste auch j ecl(?verdünnte Stärkelösung, die durch reichlichen Jodzusatz noch tiefbl aUwird, durch vorsichtigen auch roth gemacht werden können, was durchau 8nicht der Fall ist. Es gelingt dies nur, wo Amylum, rohes oder g e 'kochtes, in grösserer Menge angehäuft ist, denn hier allein ist gen*»Erythrogranulose vorhanden, um ihre Farbenreaction sichtbar zu mache 11,Dicker Stärkeklcistcr und rohe Weizenstärke in Substanz können gcradeZroth gemacht werden, ohne eine Spur von Blau: bei Zusatz von m e ^Jod wird die Farbe tiefer, gesättigter und geht, indem sich auch <hGranulöse färbt, durch Violett in Blau über. Wenn die rothe Farbe deGranulöse inhärirte, müsste sie sich bei verschiedenen Stärkesorten lDgleicher Weise zeigen, und doch ist sie bei der Kartoffelstärke so schwach"dass sie hier ganz geleugnet ist. Dieser Unterschied erklärt sich einfa°dadurch, dass die Kartoffelstärke weniger Erythrogranulose enthält aidie Weizenstärke.
Wenn man Stärke mit Wasser, dem man zwei Procent kauf lieh 61Schwefelsäure zugesetzt hat, anhaltend kocht, und nach einiger Zeit d 1Flüssigkeit mit Jod probirt, so findet man, dass sie sich nicht mehr bla 1färbt, sondern roth. Schon vorher aber, als sie sich noch blau färb* »hatte die Stärke durch die Einwirkung der Schwefelsäure eine Verafl"derung erlitten, sie war löslich geworden. Diese lösliche Stärke, Nasse ■Amidulin, unterscheidet sich von der aufgequollenen Stärke dadui'C Q >dass sie klare Lösungen gibt; im Uebrigen aber hat sie alle Rcaction 61 ^alle chemischen Eigenschaften der Granulöse. Sie entsteht aus <*Stärke, erstens durch langes Kochen mit Wasser, zweitens durch Kochemit Pflanzensäuren. Am besten bereitet man sie sich durch Koch e
Eis