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1 (1871) Lehrbuch der anorganischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Cyanstick-

atofftitan.

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Metalle.

. kupferfarbenen Schüppchen von vollkommenem Metallglanz. Diese Ver-bindung ist Ti 2 N 3 . Es bestehen aber auch Verbindungen TiN undT15N3 und kann sich das Titan auch direct mit dem Stickstoff vereini"gen. Cyanstickstofftitan : TiC 2 N, 3 (TiN), dessen Zusammensetzungerst in der organischen Chemie ihre Erläuterung findet, muss insofern be-sonders erwähnt werden, als sich diese Verbindung nicht selten in Hoh-öfenschlacken in kupferrothen, stark glänzenden Würfeln vorfindet.

Tantal. Niobium.

Tantal Ta. Atomgewicht = 182. Niobium Nb. Atomgewicht = 94.

Eigen-schaften.

Diese Metalle sind sehr selten und ohne praktisches Interesse.

Tantal wurde von Hatchet, Niobium von H. Rose entdeckt.

Die beiden finden sich als Säuren: Tantalsäure und Niobsäure,in Verbindung mit Basen in mehreren, unter dem Namen Tantaliteoder Columbite zusammengefassten Mineralien, die im Ganzen selten*vorzugsweise bei Bodenmais in Baiern, in Schweden und Nordamerikagefunden werden. Mit Sauerstoff bilden diese Metalle der Zinnsäure ähn-liche Säuren.

AllgemeinerCharakter.

II. Edle Metalle.

Quecksilber, Hg. Silber, Ag. Gold, Au. Platin, Pt. Palladium, P&Iridium, Ir. Ruthenium, Bu. Rhodium, R. Osmium, Os.

Allgemeiner Charakter. Die edlen Metalle sind vor Alle©durch ihr seltenes Vorkommen und ihre geringen Affinitäten zum Sauer-stoff ausgezeichnet. Die meisten zeigen einen hohen Grad von Metall-glanz und Politurfähigkeit, sie sind sehr strengflüssig, erst in den höch-sten Hitzegraden etwas flüchtig, wenigstens zehnmal schwerer wie Wasser*einige davon zu den schwersten bekannten Körpern zählend, und die mei'sten schmiedebar und von grosser Zähigkeit. Sie verändern sich an de>'Luft nicht, auch beim Erhitzen nur wenig oder gar nicht und habenüberhaupt eine geringe Neigung, sich mit Sauerstoff zu verbinden. Si ezersetzen daher auch das Wasser weder bei gewöhnlicher, noch bei höhere 1 *Temperatur, noch endlich bei Gegenwart von Säuren.

Ihre Oxyde und Hydroxyde (Oxydhydrate) sind entweder schwacheBasen, oder auch wohl Säuren, sie sind in Wasser unlöslich und vei"Heren meist schon durch blosses Glühen ihren Sauerstoff sehr leicht. Auch