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1 (1871) Lehrbuch der anorganischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Chlor und Schwefel. Schwcfelchlorür.

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j ' Kann bei -f- 70° C. unzersetzt destillirt werden, bis auf etwa Der explo-

"6 0 O oV, .. . -j f iii ir 11 i n i , sivste aller

u - aber erwärmt, mit furchtbarem Knall und Zersehmet- Körper.. 8' selbst gusseiserner Gefässe explodirend, indem sie da-

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^ x hre Bestandtheile zerfällt. Diese gefährliche Verbindung wird

' u pt durch die verschiedensten und unbedeutendsten Veranlassungen

n a , le "iger Explosion zersetzt, ja zuweilen sogar von selbst, ohne äussere

\ x , eiSD are Veranlassung. Die Körper, die durch blosse Berührung die

t ^und i* Pal]

"HiiisL, Ser Engere Zeit aufbewahrt, zersetzt sich der Chlorstickstoff

n des Chlorstickstoffs zur Folge haben, sind vorzugsweise Phos-- sauerstofffreie Phosphorverbindungen. Selen, Arsen, Kali, Ammo-

Ui '

möl, Fischthran, Baumöl, fette Oele, Terpentinöl, Cautchouk.ir Wasser 1

.1- n

ohne Explosion in salpetrige Saure und Chlorwasserstoff-

°*ttre.

. , I)a rstellung.

Der Chlorstickstoff bildet sich nicht direct durch Darstellungare Vereinigung seiner Bestandteile, sondern durch Einwirkung'eitpf U1 ° r au ^ Ammoniak. Ueberall da, wo Chlor in eine Flüssigkeit ge-Clil " ' welche Ammoniak oder ein Ammoniaksalz enthält, kann sichiiM e kstoff bilden, ein Umstand, der nie ausser Acht gelassen werdenArn' namentlich bei der Bereitung des Stickstoffs aus Chlor und

g i;i tlla k wohl ins Auge zu fassen ist (vergl. S. 119). Damit sich übri-ger! ,CUS ^ n ' cv un( l Ammoniak Chlorstickstoff bilden kann, müssen auf 1%\, , Un S s gewicht Ammoniak nicht weniger als 6 Verbindungsgewichteei n wirken, denn:

NH, + 6C1

D e

iHCl + NC1.

er Chlorstickstoff wird durch Einleiten von Chlorgas in eine bisIN l| Wa 3 °° < -'- erwärmte Lösung von Salmiak (Chlorammonium) dar-

NH 4 G1 -f- 6C1 = 4HC1 + NCJ,.

Chlor und Schwefel.

Chic

'% r Un( l Schwefel verbinden sich mit einander in mehreren Ver- Chlor andnie . . en Un d zwar auf directem Wege durch unmittelbare Vereinigung.

-<!,:

*icht:

J gste dieser Verbindungen ist:

Schwefelchlorür.

W, cis 2 eis

W. Uun gsgewichtsformel.

I; "v,'"'j lnn gsgewicht = 67,5.

es Dampfes, Wasserstoff = l): 33,75, Specif. Gew. (atmosph. Luft == 1):2 >30. Proc. Zusammensetzung: CMor 52,6, Schwefel 47,4.

Atomistische Molekularformel.

Molekulargewicht = 67,5. Volumgewicht (specif.

tut;

i;

'ck

tn gell)e, an der Luft heftig rauchende und höchst unangenehm Eigen-

end

riechende Flüssigkeit von 1,687 specif. Gew. Bei 138°C.

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