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1 (1871) Lehrbuch der anorganischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Metalloide.

2 Vol. Chlorgas und 1 Vol. Sauerstoffgas. Graphisch, räumlich u°wichtlich:

Eigen-schaften.

Es ist eben-falls sehrexplosiv.

ChlorigeSäure.

ci

3*5

~CT

35,5

+

geben

ci-e-

87

2 Vol. + 1 Vol. geben 2 Vol.

Chlorigsäureanhydrid.

Syn.: Wasserfreie chlorige Säure.

CIO,

Verbindungsgewichtsformel.

1Atomistische Molekularforme'"

Verbindungsgewicht = 59,5. Molekulargewicht = 119. Volumgewicht —-Specif. Gew. (atmosph. Luft = l): 4,123. Proc. Zusammensetzung: Chi 01

Sauerstoff 40,37.

,9,'"'

Uli"

Das Cblorigsäureanhydrid ist unter gewöhnlichen Temperatur*Druckverhältnissen ein tief grüngelbes Gas von heftigem, chloräh 1 " 1Geruch und sehr nachtheiliger Einwirkung auf die RespirationsorgEs entfärbt Lackmuspapier und Indigolösung, wirkt überhaupt sehr egisch (etwa 14mal stärker als Chlor) bleichend, ist schwerer als atm oS r ,rische Luft und in hohem Grade explosiv. Bis auf etwa 57°C. ei"**zerfällt es unter Explosion in Chlor und Sauerstoffgas. Auch durch c jtes Sonnenlicht wird es rasch zersetzt, im zerstreuten Tageslichte er ,die Zersetzung langsamer. Mit brennbaren Körpern, überhaupt m jt ,meisten Metalloiden, namentlich mit Tellur und Arsen, explodirt es e ( *

falls. Von Quecksilber wird das Gas absorbirt. Wasser von -f- 8° bis

jTof

löst davon mehr als das 8fache Volumen auf, wobei nach folgendermelgleichung chlorige Säure (das sogenannte Hydrat) HCIO4 eötst

C10 3 + HO = HC10 4 . .

Die wässerige Auflösung der chlorigen Säure schmeckt und wirkt »t 1 " 3 ,^besitzt eine grüngelbe Farbe und wirkt energisch auf viele Metalle

die sie zum Theil in Chlorverbindungen, zum Theil in Oxyde verw» 11 - (

fein vertheilten amorphen Phosphor löst sie fast augenblicklieh auf- .,concentrirte, wässerige Lösung zersetzt Jodkalium unter AbscheiduOg

Jod und beträchtlicher Erwärmung. j

Auch liquid wurde das Chlorigsäureanhydri'd, wenn auch nicht g ^

rein erhalten, und zwar als ein rothbraunes, dünnflüssiges Liquidun 1 ' „nigeGrade über 0° siedend, und über 0° durch mechanische Einfli> sse

Heftigkeit explodirend. , j,

MitBasen bildet die chlorige Säure die chlorigsauren Salz e - j^

diesen ist das Bleisalz dadurch merkwürdig, dass es, mit Schwefel g elB flI idiesen beim Reiben entzündet. Grössere Quantitäten eines Gemeng eS

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