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Sprache, und es findet dies nicht allein in der franzö-sischen Sprache statt. Auch in anderen Sprachen se-hen wir beide Bedeutungen in einem und demselbenWorte vereinigt; so: Verwandschaft im Deutschen,Fraendskap im Schwedischen, affinity im Engli-schen, haben sämmtlich die zweifache Bedeutung, derenich erwähnte. Ebenso ist es in anderen Sprachen.
Es ist sonderbar, und es wird zugleich nützlichsein, zu untersuchen, wie der Ausdruck Verwandschaftin die Wissenschaft gedrungen ist. Vor nicht sehr lan-ger Zeit wurde er zum ersten Mal angewendet, undzwar in einem von Barchusen im Jahre 1698 unterdem Titel: Pyrosophia herausgegebenen Werke, wo-rin man noch alchimistische Bcceple antrifft. Wieviele Andere damals, erkannte Barchusen vier Grund-stoffe an: das Salz, das Oel, das Wasser und die Erde.Die beiden ersten nannte er active Grundstoffe, dendritten den neutralen, und den letzten den passivenEr setzte in Folge der dermaligen Gewohnheit der Che-miker seiner Zeit hinzu, dafs man sich hüten müsse,diese Grundstoffe mit den Körpern desselben Namens,die man sich verschaffen könne, zu verwechseln. Denn,sagt er, wenn wir sie abzuscheiden versuchen, so ge-lingt uns dies nicht, wir lassen stets etwas erdiges, oderirgend einen anderen Stoff dabei, welcher in Folge einerengen und gegenseitigen Verwandschaft mit ihnen verbun-den ist. Arctam enim atque reciprocam interse
habent affinitatem----- Impossibile arbitror
inveniendum elementum quodpiam simplicis-simum, quod non peregrinis heterogenis vegaudeat particulis. Durch diesen Satz sah sich dieVerwandschaft in die Wissenschaft eingeführt.
Sicherlich ist ein grofser Abstand zwischen derchemischen Verwandschaft in dem Sinn, welchen wirheutzutage damit verbinden, und dem von Barchusen