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Die Philosophie der Chemie : Vorlesungen, gehalten im Collège de France
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Bekanntwerden der Mehrzahl jener grofsen Arbeiten,deren Geschichte wir schon früher verfolgt haben, alser in einer der Akademie der Wissenschaften mitge--theilten Note die Thatsaehen namhaft macht, weicheihm auf eine unzweifelhafte Art zum Ausgangspunkt fürdie Theorie gedient haben, die seinen Namen mit sogrofsem Recht berühmt gemacht bat. In dieser Notesagt er: «Seit einigen Tagen habe ich entdeckt, dafs«der Schwefel beim Verbrennen eine Säure bildet, in-«dem sich, sein Gewicht vermehrt; ebenso ist es mit«dem Phosphor. Diese Gewichtszunahme rührt von«der Fixation einer grofsen Menge Luft her. Wenn«die culcinirten Metalle auf gleiche Art an Gewicht zu-« nehmen, so geschieht dies durch eine gleiche Fixation«der Luft, wovon ich mich mit der gröfsten Bestimmt-«heit überzeugt habe. In der That, wenn man einen«Metallkalk nimmt, ihn mit Kohle in verschlossenen«Gefafsen erhitzt, so sieht man in dem Augenblick, wo«er sich reducirt, wo die Bleigliitte z. B. sich in me-«tallisches Blei verwandelt, die Luft wieder erscheinen,«welche seit der Calcination fixirt war, und man kann«ein luftförmiges Produkt sammeln, dessen Volum min-«destens tausendmal gröfser ist, als das der angewen-«deten Bleiglätte.»

So setzte er seit dem Jahre 1772 , zu einer Zeit,wo er seine Untersuchungen so eben erst auf die Che-mie gerichtet hatte, auf eine vortreffliche Art fest, dafsdie Körper beim Verbrennen an Gewicht zunehmen, inFolge einer Verbindung, einer Fixation der Luft, wel-che man alsdann in ihrer früheren Gestalt wieder er-scheinen lassen kann. «Diese Entdeckung,» sagt Lavoi-sier, «scheint mir eine der interessantesten zu sein,«welche man seit Stahl gemacht hat.» Ein Urtheil,welches die Folge seiner Arbeiten noch fester begrün-