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Die Philosophie der Chemie : Vorlesungen, gehalten im Collège de France
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es scheint nicht, dafs seine geistigen Fähigkeiten durchdiese Gesellschaft gehörig gewürdigt worden seien. Erhalte sich mit der Weinsteinsäure beschäftigt, welcheer aus dem Weinstein durch dasselbe Verfahren berei-tet halle, durch welches er späterhin viele andere or-ganische Sauren erhalten bat.

Er hatte eine gediegene und vollständige Analysedes Fluorcalciums gemacht, die ihn zur Entdeckung desFluorkicsels geführt hatte, des Gases, welches das Was-ser versteineit, und dessen Eigenschaften so sehr in-teressant sind, und damals ganz neu waren.

Scheele rechnete auf diese Resultate, um seine wis-senschaftliche Laufbahn zu eröffnen. Wahrscheinlichwar es irgend ein Mifsverslandnifs, welches sein Selbst-vertrauen vernichtete und seinen Geist für den Augen-blick entmulhigte, denn, weit entfernt, seine Berührungmit der Akademie fortzusetzen, sah man ihn vielmehrsich dem Umgange der Gelehrten entziehen. Wenig-stens verliefs er Stockholm, und begab sich nach IJp-sala, wo Bergman damals mit grofsem Ruhm die Che-mie lehrte. Dieser berühmte Mann erfüllte zu jenerZeit Europa mit seinem Namen, und sein grofser Rufwar eine Folge wahrer Verdienste. Hatte Scheele viel-leicht die Absicht, mit ihm in nähere Berührung zutreten? Es ist möglich; allein sei es Schüchternheit,oder eine unruhige Gemüfhsstimmung, kurz er lebteeinige Zeit in Upsala, ohne einen Schritt dazu zu ver-suchen, während er mehr als jemals die Zurückgezo-genheit und Einsamkeit zu suchen schien. Beide Män-ner, welche so sehr geeignet gewesen wären, sich zukennen und gegenseitig zu schätzen, würden auf solcheArt lange getrennt geblieben sein, wenn nicht einglücklicher Zufall sie genähert hätte, der einzige viel-leicht, dessen Scheele sich zu erfreuen gehabt bat.

Er war damals in einer Apotheke beschäftigt, aus