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oxydirt, sich nach Stahl's Theorie dephlogistisirt, nimmtan Gewicht zu. Durch den Verlust eines seiner Be-standtheile erlangt es mithin ein größeres Gewicht. Aufder andern Seite nimmt das Bleioxyd, wenn es durchKohle reducirt wird, Phlogiston auf; es müfste demnachjetzt mehr als vor seiner Beduction wiegen, und den-noch hat sich sein Gewicht vermindert.
Was in Erstaunen setzt, ist der Umstand, dafs Stahlsehr wohl wufste, wie es sich in diesem Falle verhält.Man findet diese Thatsache in seinen Schriften verzeich-net. „Die Bleiglätte, die Mennige, die Bleiasche, sagter, wiegen mehr als das Blei, welches sie lieferte, undhei der Reduktion sieht man nicht nur dieses überschüs-sige Gewicht, sondern auch das einer Portion Blei ver-schwinden." Dennoch hat ihn dies nicht betroffen;diese Schwierigkeit, welches uns ungeheuer erscheint,scheint er nicht erkannt zu haben. Wir finden in kei-nem Theile seiner Schriften, dafs er sich davon Rechen-schaft zu geben versucht habe. Es ist wahr, dafs esnicht hinreicht, seine Werke zu lesen, damit man imStande sei, die Lehren Stahl's in allen ihren Details zuwürdigen: sein Umgang, seine Lehrstunden hatten einengröfseren Werth als jene Schriften; und dies begreiftsich leicht hei einem Mann wie er, voll von Eifer undBegeisterung. Auch ist es nicht leicht, den Begriff, wel-chen er sich vom Phlogiston machte, scharf aufzufassen,und wenn man dazu gelangen will, so darf man sichnicht allein mit seinen Werken begnügen, sondern manmufs zugleich die seiner Schüler zuRathe ziehen. SeineMeinungen gewinnen darin eine gefälligere und festereGestalt. Von diesem Gesichtspunkt aus mufs man diesonst sehr gute Abhandlung von Juncker betrachten,welche im J. 1730 erschien, und den Titel führt: Con-spectus chemiae in forma tabularam, in quibus corpo-rum prineipia etc. E dogmatibus ßecheri et Stahli po-