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Die Philosophie der Chemie : Vorlesungen, gehalten im Collège de France
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imJ. 1734 erfolgten Tode behielt. Alle seine Werke bezeich-net ein aufscrordentlicbes Genie, ein durchdringender,und mit Kenntnissen aller Art reich ausgestatteter Geist.Er ist erhabener und tiefbegründeter Ansichten, ausge-breiteter Ideen fähig. Er überläfst sich ihnen sogarohne Rückhalt, und verfolgt sie mit Consequenz durchdas Dunkel der sich entwickelnden Wissenschaft. Injener dunklen Periode brachten Stahl's Gedanken dieWirkungen eines Blitzstrahls inmitten der Nacht hervor,welcher die Wolken zerreifst, und leuchtet, so weit derBlick ihm folgen kann, bis das ermüdete Auge ihn inder Ferne verliert. Sein Styl ist hart, gedrängt, undoft nicht klar; nur mit Mühe lies't man seine Schriften.Dazu kommt, dafs seine Werke und insbesondere derletzte Band seiner Prinzipien der Chemie so wunderli-cher Art sind, wie ich davon kein Beispiel weiter kenne.Das Lateinische und Deutsche sind in dem ganzen Ver-lauf eines dicken Quartbandes fortwährend untereinan-der gemischt. Es ist nicht einmal ein Wechsel gleich-förmiger Satze in der einen oder der andern Sprache,sondern in einer und derselben Periode folgen sichdeutsche und lateinische, so wie lateinische und deutscheWörter ohne Ordnung. Sie lesen eine deutsehe Präpo-sition, das folgende Wort ist lateinisch, und hat denCasus, den die lateinische Präposition regieren würde;das Subjekt des Verbums gehört der einen, das Verbtunselbst der andern Sprache an. Es ist ein Gemisch, einGewirr, von dem man sich nur dann einen Begriff ma-chen kann, wenn man es vor sich sieht, oder wennman es zu übersetzen versucht.

Handelt es sich z. B. darum, die Wirkung derSchwefelsäure auf das Kochsalz und die Eigenschaftendes schwefelsauren Natrons, welches dadurch entsteht,zu beschreiben, so sagt Stahl:

Ex Im jus deinde remanentia, seu capite morluo,

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