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Quantitative chemische Analyse : Gewichtsanalyse, Maassanalyse und physiologisch-chemische Bestimmungen ; zum Gebrauche in chemischen Laboratorien ; mit 15 Abb.
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Inhalt nachweisen; bei Carcinom, Magenkatarrh, Fieber ist in derMehrzahl der Fälle dieser Nachweis zu keiner Zeit zu führen, undzwar desshalb, weil die Menge der Verdauungsproducte mehr wiehinreicht, die bei diesen Krankheiten in geringerer Quantität secer-nirte Salzsäure zu binden". Mit „freier Salzsäure" bezeichnet mandie weder an Metalle, noch Eiweissstoffe und Verdauungsproductegebundene Salzsäure; unter „Gesammtsalzsäure" sämmtliche nichtan Metalle gebundene Säure.

Qualitative Prüfung auf „freie Salzsäure". 1. Congo-papier wird durch Magensaft, welcher freie Salzsäure enthält, blaugefärbt.

2. Gtünzburg's Reagens = Phloroglucin-Vanillinlösung.3 Tropfen filtrirter Mageninhalt werden mit 3 Tropfen des Reagensim Porcellanschälchen bei gelinder Wärme (auf dem Wasser-bade) vollständig zur Trockne verdampft; enthält der Magen-inhalt freie Salzsäure, so hinterbleibt hierbei ein roth gefärbterRückstand.

Prüfung auf Milchsäure, a) Die ÜFFELMANN'sche Probe.Man stellt sich zunächst verdünntes „Eisenchloridcarbol" herdurch Mischen von verdünntem Karbolwasser (l°/oig) mit einigenTropfen Eisenchloridlösung und verdünnt hierauf mit so viel Wasser,dass die Lösung eine amethystblaue Farbe angenommen hat. DieLösung, mit der gleichen Menge Magensaft gemischt, färbt sichgelb, wenn freie Milchsäure vorhanden ist.

b) Verdünnt man Eisenchloridlösung mit soviel Wasser, dassdie Lösung fast farblos ist, so tritt eine intensive Gelbfärbung ein,wenn man einen Mageninhalt zusetzt, der Milchsäure enthält.

Da im Mageninhalt Stoffe vorkommen können (Phosphate, Al-kohol, Zucker etc.), welche sich ähnlich wie die Milchsäure gegenReagentien verhalten, so empfiehlt es sich, bei genauen Unter-suchungen den filtrirten Mageninhalt mit Aether wiederholt gut aus-zuschütteln und den Aetherrückstand für die Prüfung auf Milch-säure zu benützen.

Prüfung auf flüchtige Fettsäuren (Essigsäure, Buttersä.ureetc.). Man destillirt vom filtrirten Magensaft eine Portion ab undprüft das Destillat, ob es sauer reagirt.

Prüfung auf saure Phosphate. Man durchschüttelt einigeCubikcentimeter des filtrirten Mageninhaltes mit einer Messerspitze