58
und dieses zerfällt bei stärkerem Glühen in Kaliumsulfat undSchwefelsäureanhydrid:
S 2 0 7 K 2 = S0 4 K 2 + S0 3 .
2. Die Bestimmung als Kaliumchlorid.Uebungsbeispiel: Cl 0 3 K.
Mit Ausnahme von Kaliumsulfat und Kaliumphosphat könnenKaliumsalze durch Abrauchen mit starker Salzsäure in Kalium-chlorid übergeführt werden. — Chlorsaures Kalium erhitzt manzunächst mit überschüssiger Salzsäure so lange in der Porcellan-schale, bis alles Chlor ausgetrieben ist, dampft die erhaltene Lösungin einer gewogenen Platinschale zur Trockne ein und glüht nurgelinde. Ueber dem Gebläsefeuer verdampft Kaliumchlorid inerheblicher Menge. — Diese Bestimmung des Kaliums liefert beigehöriger Vorsicht ganz genaue Resultate.
Berechnung. E : KCl = X : N.
3. Die Bestimmung als Kaliumplatinclilorid..
Diese Bestimmung wird meist nur dann ausgeführt, wenn manKalium neben Natrium zu bestimmen hat. Zur Uebung kannKaliumchlorid genommen werden, das vor dem Abwägen aus-zuglühen ist. — Man löst 0,2 bis 0,3 g Substanz in wenig Wasserauf, fügt eine möglichst neutrale Lösung von Platinchlorid imUeberschuss, sowie eine grössere Menge Weingeist hinzu und lässtmehrere Stunden absitzen; der Niederschlag wird dann auf einembei 130° getrockneten und gewogenen Filter gesammelt, mit ver-dünntem Weingeist ausgewaschen und bei 130° bis zur Gewichts-constanz getrocknet.
Berechnung. 2K : K 2 PtCl 6 = x : K
Bemerkungen. Die Fällung des Kaliums als K 2 PtCl 6 wirddurch anwesende Chloride von Natrium, Calcium und Magnesiumnicht beeinträchtigt. K 2 PtCl e ist in kaltem Wasser schwer, in heissemWasser leichter löslich; 1 Theil bedarf ferner 3775 Theile Spiritusvon 75 °/°; 1053 Theile von 50°/o Alkohol zur Lösung. Gegenwartvon freier Salzsäure vermehrt beträchtlich die Löslichkeit desKaliumplatinchlorids in Wasser sowie in Alkohol.