Zwölfte Vorlesuno;.
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kale beizubringen und eine klare Auffassung der verwickeltenMetallammoniakverbindungen anzubahnen.
Es wäre ungerecht, wenn ich diese Betrachtungen schlösse,ohne H. L. Buff's Anrecht in bezug auf die Erkenntnis derZweiatomigkeit des Äthylens anzuführen. Mehrere Monate vorWurtz' erster Veröffentlichung über das Glycol hatte Buff ineiner vorläufigen Mitteilung, und einen Monat vorher in einer derRoyal Society vorgelegten Abhandlung die zweiatomige Natur derKohlenwasserstoffe C n H n (C = 6) zu beweisen gesucht 86 ). Erhatte durch Behandlung des Äthylenchlorürs mit Schwefelcyan-kalium einen Körper von der Formel C 4 H 4 Cy 2 S 4 erhalten, unddieser erzeugte bei der Oxydation durch Salpetersäure eine mitBuckton's und Hofmann's Disulfätholsäure identische Ver-bindung 86 ), für welche Buff den Namen äthylenschweflige Säure
H|S 2 0 6vorschlägt, indem er sie C 4 H 4 1 formuliert. Die Bildung des
HJ S 2 0 6
Sulfocyanäthylens wird durch folgende Gleichung ausgedrückt:
p i cy ) '- > 2
C 4 H,C1 2 + 2^ S 2 = C 4 H 4 +2KCl.KJ Cyjs 2
Aus der ganzen Abhandlung geht hervor, daß Buff diezweiatomige Natur des Äthylens erkannt hat, und daß er indieser Hinsicht vor Wurtz die Priorität beanspruchen kann.Was den experimentellen Beweis dieser Auffassung betrifft, solassen sich beide Arbeiten kaum vergleichen. Wurtz' Unter-suchung der Glycole gehört zu den glänzendsten Leistungen jenerZeit; durch sie ward den Hypothesen über die verschiedeneValenz der Radikale eine Basis geboten, wie sie breiter nichtverlangt werden konnte. Buff's Versuche entsprachen denselbentheoretischen Vorstellungen, doch hätten sie wohl niemals zu denKonsequenzen führen können, welche aus Wurtz' Arbeitengezogen wurden.
85 ) Ann. der Chem. u. Pharm. XCVI, 302; Proc. Roy. Society, 10. Juni^Sö, vol. VIII, 188. — 86 ) Ann. der Chem. u. Pharm. C, 129.
Ladenburg, Gesch. d. Chemie. 4. Aufl.
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