VORWORT ZUR VIERTEN AUFLAGE.
Vi enn ich jetzt, etwa 38 Jahre nach der Veröffentlichung derersten Auflage dieses Buches, die vierte Auflage herausgehe, sogeschieht es nicht ohne eine gewisse Wehmut.
Bei dem Erscheinen der ersten Auflage, im Jahre 1869, lebtendie großen Chemiker wie Liebig, Wöhler, Bunsen, Kolbe,Kekule, Dumas, Wurtz, Frankland, Williamson, die ich Allenoch persönlich gekannt habe, und von denen ich einige meineLehrer nennen dui-fte. Heute sind nicht nur diese tot, auch sehrviele meiner berühmten Zeitgenossen, mit denen ich zum Teilgemeinschaftlich gearbeitet habe, wie Friedel, Grimaux, Beil-stein, V. Meyer u. A., sind dahin gegangen, und ein jüngeresGeschlecht, mir größtenteils persönlich unbekannt, führt jetzt dasSteuer.
Daher die Wehmut, mit der ich dieses Buch der Nachsichtder Fachgenossen übergebe.
Mir deucht es bisweilen, als ob der ruhige, sichere Gangunserer Wissenschaft jetzt in ein etwas rasches, ungestümes Tempoübergehe, und als ob das Hasten und Streben, das doch demmodernen Leben Gepräge verleiht, auch in der Wissenschaft sichgeltend mache. Dem Historiker ist dies besonders fühlbar, undes wird ihm ungemein erschwert, einen objektiven Überblick zu