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Stryehaosbasen, Opiumbasen.
enthält. Aus Cinchen entstellt ausserdem Lepidin und aus Chinen p-Metli-oxylopidin (B. 23, 2669).
Strychnoshasen. In den Krähenaugen oder Brechnüssen, denSamen von Stryclmos nux vomica und den Ignatiusbohnen, denSamen von Strychnos Ignatii, finden sich zwei sehr giftige Basenvon unbekannter Constitution, das Strychnin und das Brucin(1818 und 1819 von Pelletier und Caventou entdeckt).
Strjcliiiin C 21 H 23 :N 2 0 2 , Schmp. 284°, Sdep. 270° (5 mm) (B. 1», R. 30),linksdrehend, reagirt alkalisch, schmeckt äusserst bitter und erregt Starr-krampf. Seine nächsten Umwandlungsproducto sprechen dafür, dass daseine Stickstoffatom einem hydrirten Chinoliu- oder Indolring angehört undseinen basischen Charakter durch Verbindung mit einer CO-Gruppe einge-büsst hat. Durch schrittweise Oxydation mit verdünnter und coneentrirterSalpetersäure geht das Strychnin neben Pikrinsäure in eine Säure C 1() H S >,"(;( Igüber, die beim Erhitzen mit Wasser COg abspaltet und Wahrscheinlich einIHirftrodioxyrhiiiollii C n H 3 N(N0 2 ) 2 (0H) 2 gfebt (Tafel IS. 26, 333).
Brucin C 23 H 2fi 'N 2 0<[ + 4H 2 0 schmilzt wasserfrei bei 178°, linksdreh-end, wirkt ähnlich alter schwächer als Strychnin. Mit Kalihydrat geschmol-zen liefert das Brucin neben Lutidinen und Collidinen: Tetrahydroehinolin(B. 18, K. 73; 20, 460, 813) In conc. Salpetersäure lost es sich mit rotherFarbe, welche beim Erwärmen in Gelb und nach Zusatz von Zinnchlorürin Violett übergeht.
Vera t ru malk a 1 oi'd e finden sich neben Veratrumsäure (S. 221)in der weissen Niesswurzei von veratrum album und im Sabadillsamen,Veratrum sabadilla. Das krystallisirte Veratrln (B. 26, R. 284) oder CeradlnC 3 2H.j g NO<) schmilzt bei 202°, lost sich in conc. S0. 4 H 2 mit gelber Farbe,die allmählich blutroth wird. Durch trockne Destillation von Veratrinentstellt /?-Picolin (B. 23, 2707).
IV. Isochinolingruppe der Pflan/.enalkaloi'de.Opiumbasen. Im Opium, dem eingetrockneten Milchsafte dergrünen Samenkapseln des Mohns, Papaver somniferum, finden sichneben Meconinsäure und Meconin (S. 235) eine Reihe von Basen,von denen erwähnt seien:
Morphin CnH 19 NO s Papaverin CgHgtN04
Code/in . C 18 H 21 N< >,. Narcotin . C 32 H 23 N0 7
Thebai'n Cj<,H 2] N( ) :1 NarceVn . CogHggNOg.
Die Constitution von Papaverin, Narcotin und Narce'in ist
aufgeklärt. Weniger sicher ist die Natur der Hauptbase des Opiums:
des Morphins erkannt, das wie es scheint nicht zu den Isochinolin-
abkömmtingen gehört, aber im Zusammenhang mit den anderen
Opiumbasen abgehandelt wird, deren medicinisch wichtigste es ist.
Morphin C n H 17 (OH) 2 NO ! li.,0 krystallisirt ans Alkohol in
kleinen Prismen, schmeckt bitter und wirkt in geringen Mengen
schlaferregend. Ks reagirt alkalisch und stellt eine tertiäre ein-
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