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2 (1896) Carbocyclische und heterocyclische Verbindungen
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Tetrazole. Tetrazoliumverbindungren.

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u. Z., und 199° u.Z., aus Tolyl- bez. Furylhydrazidin (B. 28,465). n-Phe-nyltetrazol CHN 4 .C 6 H- aus seiner Carbonsäure, Oel, verpufft beim Erhitzen.

Bistetrazol (CHN 4 ) 2 (?) entstellt aus dem Additionsprodukt von Cyanund Hydrazin mit N 2 0 3 (B. 20, E. 891).

c-Araidotetrazol, Amidotetrazotsäure C(NH a )N 4 H, Schmp. 203°, ent-steht aus Diazoguanidinnitrat mit salpetriger Säure und giebt durch weitereEinwirkung von salpetriger Säure Diazotetrazol, welches in conc. wässerigerLösung schon bei 0° explodirt, und vielleicht folgende Constitution besitzt:

: x x;

X.- __,

mit Metalloxyden bilden sich daraus sehr beständige Salze von

der Formel: C(N:N.OMe)N 4 Me. Durch Eeduction des Diazotetrazolsentsteht Tetrnzylbyclrazin CN 4 H(NHNH 2 ), Schmp. 199° u.Z. Letzteres wirddurch salpetrige Säure in Tetrazyhizoi'mid C(IS r 3 )N 4 H, eine schiin krystal-lisirende. äusserst explosive Substanz übergeführt (A. 287, 238).

n-Phenyltctrazolcarbonsäure C(COOH)IS r 4 C 6 H 5 , Schmp. 138°, bildet sichdurch Verseifen des synthetischen u-Phonjlcyantetrazols (s. o.)

Derivate des Pyrro-ta^b^-tria zols: l-Phenyl-5-thiotetrazalin

S:C_NH_N=N_]Sr.C6H 5 (?), Schmp. 142—145° u. Z., aus Phenylthiosemi-carbazid mit salpetriger Säure (s. o.), geh t durch Digoriren mit Natron in das

isomere Plienyltetrazolmercaptan HS.C=N_N=N_N.C 6 H 5 , Sclnnp. 150°, über;beide Verbindungen geben das gleiche Silbersalz, aus welchem mit Jodmethyln-Phenyltetrazo lniethylsulfid gebildet wird; Oxydation mit Mn0 4 Kliefert n-Phenyltetraz olsulfosäure C(S0 3 H)N 4 C ß H 3 , aus welcherdurch Erhitzen mit HCl unter Abspaltung der Sulfogruppe l-Phenyl-

.-,-oxytetrazol OH.C=]S'-iS r =N_NC fl H s , Schmp. 186°, entsteht.

Als Tetrazoliumverl mulmigen worden die Substanzen aufgefasst,welche sich durch Oxydation von Formazylkörporn (S. 197) in ähnlicher"Weise bilden, wie die Azoammoniumverbindnngeii (S. 505) aus den o-Ani-lidoazokürpern (B. 27, 2920), und Osotetrazono aus den Osazonen (S. 504):

HC=

I

-X —XilCoUr,=N—C 8 Hj

HC

I

/ \OH C 6 H6

FormazylWasserstoff n-Diphenyltetrazoliumhydroxyd.

Die Oxydation wird am besten durch Amylnitrit mit Salzsäure er-reicht. Die Tetrazoliumhydroxyde sind, wie alle Ammoniumhydroxyde,starke Basen, durch Eeduction mit Schwefelammonium worden sie in diei'Yiniiazylverbindungen zurückgeführt.

n-niplieuyltetrazoliuiiicblorid CHN 4 (C 6 H 5 ). 2 C1, Schmp. 268° u.Z., ent-steht auch durch C0 2 -Abspaltung aus der Diphcnyltetrazolimiichlorid-carbonsäure CN 4 (C a H 5 ) 2 Cl.C0 2 H, Schmp. 257° u. Z.; der Ester dieserSäure entsteht aus Fonnazylcarbonsäureester (S. 117) und geht ebenso wie

die Säure leicht in ein Betain: c '<^._i„V' über. Das auf analogem Wege

=NC 6 H 5

co- ogewonnene pg-Dioxydiphenyl-tetrazoliumbetai'n,

zu Tetrazol oxydiren (B. 28, 1693):

Schmp. 179° u. Z., lässt sich

-N.CeH4.OB

c <

X A.C.iUlO"

--------- > HC<f

CO 0

wodurch der Zusammenhang zwischen den Tetrazolen und den Tetrazolium-verbindungen nachgewiesen ist.

Richter, Organ. Chemie. II. 7. Aufl.

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