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4 (1908) Nr. 76 - 100
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werden aber im Frühjahr durch den Einfluss der Atmo-sphärilien mürber.

In der hiesigen Gegend hatten die am 21. Okt. d. J.untersuchten Gallen zum grössten Teil eine braune Farbeund eine sehr harte Konsistenz angenommen. Auch diePflanzen selbst hatten meistenteils ihre grüne Farbe ver-loren; nur an einigen Pflanzen waren die oberen Sprossenoch grün, und zwar war dies besonders der Fall mitden Sprossteilen und Blätterschöpfen, die die Fortsetzungder Gallen bildeten oder an deren Seiten sassen.

Die noch grünen Gallen sind nach Mik innerhalbeiner grünen Rindenschicht von einer harten, bei Luft-zutritt dunkel werdenden Substanz erfüllt, die aus dick-wandigen, getüpfelten Parenchymzellen besteht. In diesemGewebe liegen, gewöhnlich in longitudinaler Richtung,36 ellipsoidische Larvenkammern (Kaltenbach; nachMik bis zu 12), die sich in je einen Gang fortsetzen,der von einem weisslichen, lockeren, markartigen, dünn-wandigen Parenchym erfüllt ist und sich bis zum oberenEnde der Galle hinzieht. Die Larven liegen in denKammern mit dem Kopfende abwärts gekehrt; kurz vorder Verpuppung drehen sie sich um, sodass das Kopf-ende aufwärts zu liegen kommt. Die Imago arbeitet sichdurch den Larvengang hindurch und kommt am Scheitelder Galle ins Freie.

Die Larven sind im August zum Teil ausgewachsen;die meisten verpuppen sich erst im März des folgendenJahres und die Imagines erscheinen im Mai. VereinzelteTonnen finden sich schon im Herbst (Mik; nach Reau-mur schon Ende August); auch wir fanden am 21. Okt.d. J. einige solche. Aus Gallen, die über den Winterwarm gehalten wurden, erhielt Reaumur schon imJanuar einige Fliegen.

Urophora cardui verursacht auch gallenartige An-schwellung des Fruchtbodens an C. arvense (v. Schlech-tendal, Kieffer, Darboux und Houard). Die Stengel-

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