Teilung der Mesophyilzellen, die stellenweise eine etwaslängliche Form annehmen und sich in Reihen anordnen,die sie unter dem Mikroskop Algenfäden ähnlich erscheinenlassen. Die Streckung der Zellen bewirkt eine Lockerungdes Gewebes, es bilden sich grössere Intercellularräume,die zu weiten Gängen und Höhlen auswachsen, in denendie Milben wohnen und Eier ablegen. Ueber die Ent-wickelung der Gallentiere verdanken wir Sorauer, dergenauere Untersuchungen über sie (an Pirus communis)angestellt hat, folgende Mitteilungen: In den erweitertenIntercellularen des aufgetriebenen Mesophylls findet manim Mai die Eier vereinzelt zwischen den Zellen liegen.Später werden ebendaselbst Milben gefunden. Dieseverlassen dann die Gallen, die danach allmählich sichbräunen und absterben, und werden im Winter in denKnospen der Zweige gefunden. Geschlechtsreife Tieresind besonders im Frühjahr zu beobachten. Die über-winterten Milben befallen die jungen Blätter. Wie siein dieselben eindringen ist noch nicht sicher festgestellt.Nach Sorauer verletzen sie an einer Stelle, wo dasausbrechende Blatt seine grösste Spannung aufweist,eine Epidermiszelle, wodurch die Oeffnung sich rascherweitert und ein Einschlüpfen gestattet. Thomas undTheobald sind der Ansicht, dass die Milben zum Ein-dringen in das Blatt dessen Spaltöffnungen benutzen.
Die Ausbreitung der Tiere erfolgt verhältnismässiglangsam, obgleich sie nach Hof er immerhin in der Minuteeine Strecke von 5 mm zurücklegen können. Oft findensie sich in einer Pflanzung mehrere Jahre hindurch aufeinen einzigen Baum, ja selbst nur auf einen Teil des-selben beschränkt. Sie bleiben bis zum Absterben derGallen in diesen und suchen dann neue Knospen auf.Man findet daher, solange sich neue Blätter bilden, auchneue Gallen, oft bis in den September hinein. E. Reuterbeobachtete, dass die Milben sogar junge Birnfrüchtebefallen und fast vollständig zerstört hatten.
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