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3 (1867) Lehrbuch der physiologischen Chemie
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630
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630 Chemie der thierischen Flüssigkeiten, Gewebe und Organe.

Muskels indifferenten Stoffe sind auch ohne Einwirkung auf die elektro'motorische Kraft, dagegen vernichten jene Stoffe, welche lähmend wirket 1 'auch den Muskelstrom. In diesem Verhalten sieht Ranke den Grund d*ermüdenden und lähmenden Wirkung der oben angeführten Stoffe, inde" 1er voraussetzt, dass die im Muskel kreisenden elektrischen Ströme, d 1Grösse und Richtung der in selbem stattfindenden chemischen Stoffnud«rungen wesentlich beeinflussen. Indem er nun ferner annimmt, dass a 1Arbeitsleistung des Muskels auf einer Oxydation der Albuminate dur cactiven Sauerstoff beruhe, glaubt er die Wirkung der ermüdenden Sto«so erklären zu können, dass sie bei ihrer Anhäufung, den activen Saue rstoff vorweg in Beschlag nehmen und somit die Arbeitsleistung verhindert •

Sczelkow stellte zur Erledigung der Frage, ob während der M« 1

kelthätigkeit flüchtige Fettsäuren verbrannt werden, Versuche anwelchen er eine Verminderung derselben im tetanisirten Muskel ersc

Zustand <lerErnährung.

l'atholo-gisch-che-mische Ver

hlieS'

sen zu dürfen glaubte. Das Resultat dieser, nach einer ganz ungenau

Methode angestellten Beobachtungen ist aber nicht der Art, um irg eletwas zu beweisen.

Zustand der Ernährung. Ernährungsstörungen bedingen '■

nähme des Wassergehaltes der Muskeln; bei anhaltenden Ej-iiüiiranf-'

Störungen, geht dieselbe Hand in Hand mit einer Zunahme des W***

gehaltes des Gehirns und des Rückenmarkes. Damit im Zusammenhai 1 »

steht es, dass, wie Falck und Scheffer gefunden haben, verdurste»

Thiere unter allen Geweben, aus den Muskeln am meisten Wasser v° r

ren. Bei einem 19jährigen Mädchen, welches in Folge einer Strictur

Oesophagus an Inanition zu Grunde ging, fand 0. Schultzen die Mufk e

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de»-

Ausserdem fand Schultzen Leucin und etwas Harnsäure. Ueber _Verhältnisse des Gaswechsels im Muskel werden wir unter Resp iranäher eingehen.

Muske 1 '

braunroth, trocken, die Querstreifung sehr undeutlich, die Reaction &■lisch. Das Kroatin war nicht nachweisbar, aber viel Kreatinin vorhan

Ueber die pathologisch-chemischen Veränderungen der

Substanz

als über die physiologischen-

D 1 "

weiss man noch weniger, <**» umji n.» ^^»»uiug.ov..—""'""'"S 0 "' bedeutendste auf diesem Gebiete ermittelte Thatsache ist die, dass i» "*Cholera die Muskeln Harnstoff enthalten, der bekanntlich im ^ us .gewebe der Säugethiere unter normalen Verhältnissen gänzlich f eU ,,,.findet sich bei dieser Krankheit, in den Muskeln sogar in reichhe" .Menge als im Blute und anderen Geweben (Buhl u. Voit, v. Bi ,Ausserdem ist in der Cholera der Wassergehalt des Muskels verm 111

Der Thatsache des Harnstoffgehaltes giebt man die Deutung) fauch im normalen Stoffwechsel des Muskels Harnstoff erzeugt, aber i nGesundheit aus dem Gewebe sofort durch das Blut weggeschafft w . flLiebig vermuthet, dass insbesondere der Kochsalzgehalt des g eßl * | U tBlutes seine Elimination befördere; in der Cholera aber verliert das

Kam itoff im

Muskel-gewebe beider Cholera.