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3 (1867) Lehrbuch der physiologischen Chemie
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628
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628 Chemie der thierischen Flüssigkeiten, Gewebe und Organe.

Tetanische Muskeln sind endlich um so wasserreicher, je reicher an festenStoffen sie vor der Contraction waren.

2) Die Muskelcontraction hat eine Verminderung des Wassei"extracts, eine Vermehrung des Weingeistextracts der Muskeln z ,irFolge (Helmholtz, J. Ranke).

3) Der Albumingehalt des Muskels ist nach dem Tetanus v eT 'mindert, sowohl die Gesammtmenge als das lösliche Albumin und de)Gesammtsti ckstoffgehalt.

4) Die Menge des Kreatins wird durch die Arbeitsleistung °-eMuskels vermehrt (Liebig, Sarokow); die auf Grund ungenügendeVersuche ausgesprochene Ansicht von Sarokow, dass während derMus*^arbeit eine theilweise Umwandlung des Kreatins in Kreatinin stattfindesteht im Widerspruche mit genaueren Beobachtungen vonNawrocki, dewie auch Neubauer, das Vorkommen des Kreatinins in wägbarer Me"Sin den Muskeln überhaupt in Abrede stellt, ja selbst die Vermehrung " eKreatins während der Muskelarbeit bezweifelt.

5) Bei der Muskelaction findet Bildung von Milchsäure sta» ■(Der lebende geruhte Muskel reagirt neutral, der lebende tetanisirte, swie der todtenstarre sauer.) Joder Muskel besitzt, nach seiner Entfernungaus dem Blutkreislaufe, ein unveränderliches Säur ebildungsmaxiniu*'welches proportional seiner Leistungsfähigkeit ist. Durch die Musl« 5arbeit aber wird das Säurobildungsmaximum herabgesetzt, der tetanisiMuskel erzeugt woniger Säure als der geruhte (J. Bänke).

6) J. Ranke schliesst aus seinen Versuchen, dass durch den TetaB

eine Vermehrung des Zuckers und des Fettes im Muskel beWi rK

werde; bezüglich des erstgenannten Körpers erscheint aber die au#_

wandte analytische Methode so unzulänglich, bezüglich des zweiten

Differenz so gering, dass die Angaben bis auf Weiteres mit Vorsicht a

zunehmen sind. Mit der Anhäufung von Producten der regressiven ™u ^

kelmetamorphose im tetanisirten Muskel, steht es offenbar im Zusam» 1 ®

hange, dass Muskeln zu Tode gehetzter Thicre, sowie Muskel"- (

vor dem Tode heftigen Contractionen unterlagen, solche endlich, die ( ' ul ,^i„ia^:...L. rj-:_~ t_* ____ t, 1 ___ •■ -i _. _______i„. _.i ________ _ i :« If'jU"

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elektrische Reize bis zur Ermüdung angestrengt waren, rascher innies übergehen, als solche, die vor dem Tode in Ruhe gewesen * a!(Dubois-Reymond).

Schottin bat gefunden, dass der Wassergehalt der Musk ein einer nahezu unveränderlichen Beziehung zum Wassergehalt dBlutserums steht, durchschnittlich enthält nämlich der Muskel 9,9 **Wasser weniger, als das Blutserum des betreffenden Thieres; a uSvon J. Ranke angestellten Beobachtungen ergiebt sich, dass zwis""dem Wassergehalte des Blutes und Muskels, eine ganz bestimmte fu" cnelle Beziehung besteht. Je grösser nämlich die Leistung eines M' IS ' Vdesto wasserreicher finden wir ihn nachher, desto wasserarmer 0concentrirter wird aber das Blut.