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3 (1867) Lehrbuch der physiologischen Chemie
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427
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Chemie des Schleimes. 427

Allgemeines chemisches Verhalten des Schleimes.

Das chemische Verhalten des Schleimes zeigt Abweichungen, die Allgemeine«

«um gegenwärtig so ziemlich allgemein auf den Zustand zurückzuführen verhalten.

Quellt, in welchem darin der Schleimstoff enthalten ist. Man nimmt näm-

lc h an, dass derselbe in einigen schleimigen Flüssigkeiten in wirklicher

'Osung enthalten sei, während in. gewissen Schleimarten, die, wie z. 15.

er Nasenschleim, sich mit Wasser durchaus nicht mischen und filtriren

«Ben , der Schleimstoff in einem aufgequollenen Zustande enthalten sein

u rde, wie das Traganthgummi und der sogenannte Pflanzenschleim. Es

übrigens unentschieden, ob in den Schleimen mit bloss aufgequollenem

Weimstoff die schleimige Beschaffenheit von aufgequollenen zelligen

e bilden herrührt, oder von einer amorphen ausserhalb der letzteren

gehenden imbibitionsfähigen Masse (Schlossberger). Dass mögli-

nerweise die Verschiedenheit darin begründet sein könnte, dass der

°Weimstoff bei hinreichendem Alkali gelöst, bei mangelhaftem aber

n gelöst wäre, ist zuerst von Simon hervorgehoben worden und wird

irch die Vergleichung beider Arten von Schleim zwar nicht entschieden,

W< *1 aber plausibel.

Schleim mit löslichem Sclileimstoff, wie ihn Städeler erhielt, in-111 er Speicheldrüsen mit Glaspulver zerrieb, hierauf einige Male mittem Wasser auszog und dann die Extraction mit Wasser fortsetzte,^ s sich, obgleich fadenziehend, bei hinreichender Verdünnung mit

setzt

sser filtriren. Einige Tropfen Essigsäure unter Umrühren hinzuge-

i machten die Schleimlösung um so zäher, je mehr Alkali entzogen

fle und bewirkten endlich die Ausscheidung des Schleimstoffs in

eii Flocken. Der so abgeschiedene Schleimstoff ist elastisch, dem

All/ 1 ' 11 se '"' ähnlich und tritt gewöhnlich in Fadenform auf. Durch

. ° u °l entsteht in den Schleimarten mit gelöstem Schleimstoff ein weis-

, ' Ia serig es Gerinnsel, welches in Wasser wieder löslich ist. Wird aber

l «rart

ger Schleim im Wasserbade zur Trockne abgedampft, so lös! sich

er Q 11 . .

v '^Weimstoff in Wasser nicht wieder auf. Eine verdünnte Auflösung

„ Schleim der Luft ausgesetzt, bildet nach Scherer's Beobachtung

dll hch an der Oberfläche ein feines rahmartiges Häutchen.

Wenn der Schleim kein Albumin enthält, so wird er in seiner Lö-

ßph rcu K° cnen nicht getrübt, sondern eher dünnflüssiger. Bei der

T atl dhing mit verdünnter Schwefelsäure liefert er viel Ty rosin und

^»cin. ~

1.1 K leim m ** aufgequollenem Schleimstoff, z. B. Nasenschleim,

~ 6 rzelius folgendes chemisches Verhalten.*Ur , loller Schleim ist in Wasser nicht löslich, kann aber darin bis*lii ^ 0l ^° mmen en Durchsichtigkeit aufquellen, wobei sich jedoch dieseHl ^ * n ^äden ziehen lässt, selbst wenn sie noch nicht 1 Proc.

lm enthält. Bringt man das klare aber fadenziehende Liquidum

*