Chemie der Milch.
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sorien oder niederen pflanzlichen Organismen her. Fuchs leitet, dieblaue Färbung dfr Milch von einem Infusorium ab, welches er Vibrioc yanogeneus nennt, Bailleul dagegen von einem Byssus. Lehm nun8< -hliesst sich nach seinen Erfahrungen der Meinung von Fuchs an.
Auch durch Arzneistoffe, von welchen einige, wie bereits obenerwähnt wurde, in die Milch übergehen, erleidet die Milch Veränderun-gen ihrer Eigenschaften als Nahrungsmittel, ob auch ihrer quantita-tiven Zusammensetzung, ist nicht bekannt. Die ärztliche Erfahrung^hrt, dass Arzneimittel, welche der Mutter gereicht werden, durch die■Milch ihre Wirkung auch auf den Säugling erstrecken. So ist ein Fallbekannt geworden, wo der Gebrauch von 20 Tropfen Opiumtinctur seitensder Mutter, auf das Kind, welches nachher gesäugt hatte, die Wirkunghatte, dass es unmittelbar nach dem Trinken in einen 43 Stunden langdauernden Schlaf verfiel.
Dasa namentlich auch Jod sehr leicht in die Milch übergeht, haben*ir bereits weiter oben erwähnt. In Südamerika hat man den jedenfalls"'teressanten Versuch gemacht, Lamas mit jodhaltigen Fucusarten zuhittern und die von diesen Thieren gelieferte jodhaltige Milch als Arznei-mittel für Kranke zu verwenden.
Fast alle Neugeborenen, männliche und weibliche, sondern ausder Brustdrüse einige Tage nach der Geburt einen Saft ab: die soge-öa nnte Hexenmilch. Sie erscheint meist am vierten Tage nach derGeburt, erreicht am achten ihr Maximum und ist nach Verlauf eines''">iats meist verschwunden. Unter dem Mikroskop zeigt sie Milch-K Hgelchen und Colostrumkürperchen. Nach Schlossberger verhält sieSl °h wie gewässerte Milch.
Bei erwachsenen Männern und männlichen Säugethieren stellt sichln sehr seltenen Fällen ohne nachweisbare Ursache wahre Milchabson-derung ein. Schlossberger analysirte eine derartige Milch eines"°ckes. "Wir stellen die Resultate seiner Analysen der Hexen- und°eksiiiilch tabellarisch zusammen:
CJebergaug
\on Arzneisl ollen in
die Milch.
Hexen*
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Iiestandtheilc
fürlOOOTheile
Wasser . .Feste Stoffe .Casei'n . . .Butter . . .MilchzuckerSalze . . .
Hexenmilch
967,532,5
36,5
0,5
TSocksmilch
850,9
149,1
96,6
26,5
26,0
Der Buttergehalt der Hexenmilch betrug 8,2 pr. Mill.