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3 (1867) Lehrbuch der physiologischen Chemie
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Allgemeine chemische Biostatik. 45

saure, Oxalursäure undHarnstoff übergeführt; letztere drei bekannt-lich Oxydationsproducte der Harnsäure. Jedenfalls wirft auf die StellungaesXanthms in der regressiven Stoffmetamorpbose schon sein Vorkommenin wenngleich sehr seltenen Harnsteinen ein unzweideutiges Licht undman wird von keiner Seite einen ernstlichen Widerspruch zu befürchtenhaben, wenn man dem Guanin, Sarkin und Xanthin in der Rückbildung1 Ten Platz unmittelbar vor der Harnsäure anweist.

Wenn wir endlich beobachten, dass Kroatin und dass Inosinsäuresich vorzugsweise in dem die Muskeln umspülenden Safte in reich-icherer Menge vorfinden, während sie unter den in gewissen drän-gen Organen stattfindenden Umsetzungen fehlen, so werden wir darausden Schluss ziehen dürfen, dass sie Producte des Stoffwechsels eines be-stimmten Gewebes: des Muskelgewebes seien, und wir werden aber auch

»ruber nicht lange in Zweifel sein können, wie diese Producte den End-Producten des Stoffwechsels überhaupt zugeführt werden, wenn wir uns

aran erinnern, dass das Kreatin mit Leichtigkeit in Sarkosin und

a mstoff übergeführt werden kann.

-Kann demnach über die gegenseitigen biostatischen Beziehungen

obrerer stickstoffhaltiger im Thierorganismus vorkommender und alsj wischenglieder des Zerfalls derselben erkannter Verbindungen eine Mei-nungsverschiedenheit kaum bestehen, so ist eine solche allerdings sehrJohl möglich in Bezug auf den Ursprung der stickstofffreien Umsatzpro-

ucte. So wissen wir, dass durch Oxydation der Fette die ganze Reibe

er homologen Säuren der Reihe CnHn0 4 erhalten werden kann, wir

im 8 TV aber anderseits auch ' dass mehrere davon, und insbesondere die

fhierkörper vorkommenden unter den Oxydationsproducten der Al-

^unnnate auftreten, dass ferner Leucin in Buttersäuro oder Baldrian-

ttre und Ammoniak zerfallen kann; so können wir uns die Oxalsäure

s aus Kohlehydraten entstanden denken, aber ebenso gut kann BieSlc n aus der Oxydation der Harnsäure und anderer Stoffe herleiten, denn

lr haben ja soeben gesehen, dass die Bildung der Oxalsäure bei derydation der Harnsäure eine constante und typische ist und wir wissen

n( uch, dass diese Säure ein ganz allgemeines Oxydationsproduct orga-nischer Körper überhaupt darstellt.

Wir werden daher die stickstofffreien Umsatzproducte des Thier-

°rpers, die fetten Säuren, die Bernsteinsäure, Oxalsäure u. s. w., aufeinen doppelten Ursprung zurückführen können, auf einen solchen ausß'iminaten, und einen solchen aus Kohlehydraten und Fetten.

Erg le bt sich aus dem soeben Mitgetheilten, dass unsere Kenntnisse Besannt

°» den einzelnen Phasen des Stoffwechsels sich noch sehr in der Kind- slÄh-

eit befinden, so geht doch auch anderseits daraus hervor, dass wir nicht SS?'? , „.

auein seine Anfänge und seine Endprodukte kennen, sondern auch

gewisse Zwischenprodukte desselben, so dass das Feld, dessen weitere

Urbarmachung der Wissenschaft obliegt, bereis abgesteckt erscheint.

wissen, dass alle von den Albuminatcn derivirenden Producte des