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Erster Abschnitt.
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nahe genug liegen und siehorlicli nicht ungerechtfertigt erscheinen, diesesVorkommen der genannten beiden Stoffe auf einen ähnlichen Zerfall derAlbuminate im Organismus zurückzuführen.
Durch Oxydationsmittel wird die Harnsäure in Harnstoff, Allan-toin, Oxalsäure und Kohlensäure verwandelt, das Allantoin abergeht seinerseits durch oxydirende Agentien ebenfalls in Harnstoff über.Dass nun die Beziehungen der Harnsäure und des Allantoins zum Harn-stoff im Organismus ähnliche sind, ergiebt sich aus mehr wie einer That"sacho. Wir haben gute Gründe für die Annahme, dass im normalenOrganismus der höheren Thierclassen die Harnsäure in Harnstoff undOxalsäure oder Kohlensäure übergeführt wird. So bewirkt Harnsäure,innerlich genommen, nicht eine Vermehrung der Harnsäure im Harn,wohl aber eine Vermehrung des Harnstoffs und oxalsauron Kalks; derGehalt des Harns fleischfressender Thiere an Harnsäure ist bei unge-störter Gesundheit der Thiere sehr gering und bei Pflanzenfressern fehltsie darin oft gänzlich, während sie in einzelnen Organen derselben nach-gewiesen wurde; sie muss daher, bevor sie noch in den Harn gelangt,weiter umgesetzt werden, — so wie aber in Folge von Störungen in derFunction einzelner Organe eine Beeinträchtigung des Stoffwechsels undeine verminderte Zufuhr des Sauerstoffs durch Störung des Gasaustau-sches in den Lungen, oder der Blutcirculation stattfindet, sehen wir so-gleich eine beträchtliche Ausscheidung von Harnsäure erfolgen, os wirdsonach in solchen Fällen die Harnsäure nicht weiter zu Harnstoff oxydirt.Auf diese Weise erklärt sich das Auftreten von Allantoin im HarBiwelches bei Respirationsstörungen beobachtet wurde und welches nachinnerlichem Gebrauche bei normalem Zustande des Orgairismus im Harnals solches nicht wieder aufgefunden wird. Vergleicht man die Formelndes Guanins, Sarkins, Xanthins und der Harnsäure:
Guanin
Sarkin. .Xanthin .Harnsäure
0 19 H 8 N 6 0 2
0„, II,N 4 0,C 10 H 4 N 4 O4C M II 4 N 4 O c
so fällt nicht nur im Allgemeinen die grosse Analogie der Zusammen'Setzung auf, sondern man sieht BOgleioh, dass Sarkin und Xanthin ein-fach durch Sauerstoffaufnahme, ersteres durch Eintritt von 4, und letz'teres von 2 Aeq. Sauerstoff in Harnsäure tibergehen könnten und dassdas Guanin in Sarkin durch Austritt von je 1 Aeq. II und N verwandeltwerden könnte. In der That lässt sich das Guanin und das Sarkin durchBehandlung mit Salpetersäure in Xanthin verwandeln, und wenn es nochnicht gelangen ist, das Xanthin in Harnsäure umzuwandeln, so ist dioSvielleicht nur'deshalb noch nicht geschehen, weil die Schwierigkeit, sie»grössere Mengen dieses Stoffes zu beschaffen, eine eingehohendere UnterBuchung desselben bisher verhindert hat. Dagegen hat aber Strecker i"neuester Zeit Guanin durch Oxydationsmittel in Xanthin, Parabaii'