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43. Geschlechtliche Fortpflanzung.
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werden daher die Kronenblätter als Schauapparate bezeichnet.Übrigens fungieren auch häufig Blattgebilde, die nicht zur Blüte ge-hören, wohl aber in Form von Hochblättern in unmittelbarer Näheder Blüte stehen, als solche, und sie werden dann extrafloraleSchauapparate genannt. Hier kommen z. B. die blauen Deckblättervon Melampyrum nemorosum, sowie die Hochblätter vieler Khinanthus-arten und anderer Gewächse in Betracht. Bemerkt sei hier noch,dafs die Augenfälligkeit der Schauapparate bei vielen Pflanzen da-durch wesentlich erhöht wird, dafs die Blüten zu dichtgedrängtenBlütenständen, so z. B. bei den Cruciferen zu Trauben, bei den Um-belliferen zu Dolden, bei den Compositen zu Köpfchen vereinigt sind.
Am Grunde der Blätter der Blütenhülle mancher Pflanzen trifftman Nektarien an, Zuckersäfte absondernde Organe, die übrigensnicht nur an bestimmten Stellen der Blütenhülle, sondern auch anden verschiedensten anderen Blütenteilen angetroffen werden und derenFunktion in Beziehung steht zu den Bestäubungsverhältnissen derBlüte. Sehr grofse, napfartige Nektarien sind leicht am Grunde derPerigonblätter der Kaiserkrone (Fritillarid imperialis) zu sehen. Siesondern süfs schmeckende Flüssigkeitstropfen ab.
Als männliche Geschlechtsorgane der Blüten sind die Staub-blätter vorhanden (Staubblätter deshalb, weil sie als metamorpho-sierte Blattgebilde anzusehen sind). Dieselben bestehen gewöhnlichaus einem fadenförmigen Teile, dem Filament und der von demselbengetragenen Anthere (Staubkölbchen). Diese letztere wird durch dasKonnektiv (Fortsetzung des Filaments) in zwei Hälften geteilt. Injeder Antherenhälfte sind meistens zwei übereinanderliegende Pollen-säcke entwickelt, so dafs die Anthere selbst dadurch vierfächerig wird.In den Pollensäcken entstehen die Pollen körner. Dieselben enthaltenim Innern Protoplasma und sind von einer Zellhaut umgeben, welcheauf ihrer Aufsenseite oft mannigfaltig gestaltet ist und z. B. bei Malvarotundifolia dornige Fortsätze, bei Nymphaea alba stumpfe "Wärzchenträgt. Die Form der Pollenkörner ist keineswegs immer kugelig.Vielmehr stellen manche Pollenkörner dreiseitige Prismen (Tropaeolum),andere winzige Tetraeder (Thesium, viele Compositen) dar. Von allendiesen Verhältnissen kann man sich überzeugen, wenn man Pollenauf den Objektträger bringt, mit Deckglas bedeckt und bei stärkererVergröl'serung mikroskopisch untersucht.
Zahlreiche Pollenmassen sind sehr empfindlich gegen den nach-