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Anleitung zur Ausmittelung der Gifte und zur Erkennung der Blutflecken bei gerichtlich-chemischen Untersuchungen
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Untersuchung auf metallische Gifte.

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befreit werden muss, ist das Silber durch die bekannten Erkennnngs-mittel (Salzsäure, chromsaures Kalium u. s. w.) mit Leichtigkeit nach-zuweisen.

Bei einer Vergiftung durch Baryumsalze findet sich begreiflich indem Bückstande B schwefelsaures Baryum in einer Menge, welche demGehalte der untersuchten Substanzen an Schwefel und Schwefelsaureentspricht. Der Salpetersäureauszug des Bodensatzes in der Koch-flasche (s. o.) ist dann auf Baryum zu prüfen; er wird z. B., selbsthöchst verdünnt, durch Schwefelsäure gefällt, wird aber nicht durchSchwefelwasserstoff gefällt. Was Salpetersäure ungelöst lässt, enthältaber meistens auch noch schwefelsaures Baryum. Es kann mit kohlen-saurem Natrium geschmolzen oder mit einer Lösung dieses Salzes ge-kocht werden, um das schwefelsaure Baryum in kohlensaures Salz um-zuwandeln. In gleicher "Weise wird das schwefelsaure Baryum behandelt,welches aus dem Filtrate von B gefällt ist (S. 178).

Wie ich es bei der Untersuchung auf Alkaloide gethan habe. willich auch hier schliesslich zusammenstellen, wo sich die verschiedenenMetalle bei dem beschriebenen Gange der Untersuchung auf metallischeGifte finden:

B, Kückstand von der Behandlung der Substanzen mit Salzsäureund chlorsaurem Kalium (Blei, Silber, auch Baryum).

N, Niederschlag durch Schwefelwasserstoff aus der von R al>-filtrirten Flüssigkeit (alle Metalle, Silber ausgenommen).

A, Bückstand von der Behandlung des Niederschlages N mitSchwefelammonium (Quecksilber, Kupfer, Blei).

B, Rückstand vom Verdampfen der Lösung, welche durch Schwefel-ammonium aus N erhalten (Arsen, Antimon, Zinn).

K, Rückstand von der Behandlung von B nach Meyer

(Antimon, Zinn).ß, Lösung aus B, nach Meyer erhalten (Arsen).F, Filtrat vom Niederschlage N (Zink, Chrom).Dass das Blei aus dem Filtrate von R, vor dessen Behandlung mitSchwefelwasserstoff, zweckmässig durch Schwefelsäure beseitigt wird,so weit es angeht, mag nochmals gesagt werden; ebenso, dass manaus diesem Filtrate Baryum durch Schwefelsäure fällt (S. 178).

Abscheidung des Arsens als ArsencMorür. Auf denUmstand, dass sich Arsen als Arsenchlorür (Terchlorid: AsCl 3 ) ver-flüchtigt, wenn man Massen, worin arsenige Säure enthalten ist, mitSalzsäure, oder, was dasselbe, mit Kochsalz und Schwefelsäure erhitzt,hat man ein Verfahren gegründet zur Auffindung und Abscheidung desArsens bei gerichtlich-chemischen Untersuchungen.

Man bringt die zu untersuchenden Substanzen (Speisen, Con-tenta u. s. w.) in eine tubulirte Retorte, fügt eine reichliche MengeKochsalz, hierauf Schwefelsäure in zur vollständigen Zersetzung des