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Die Fabrikation von chlorsaurem Kali und anderen Chloraten : mit 65 Holzschnitten u. 5 lithographierten Taf.
Entstehung
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breitet, so dafs sie eine Schicht von 8 bis !) cm Dicke bildeten.Jedes Bett konnte in dieser Weise 250 bis 300 g Chloratkrystalleaufnehmen. Das Trocknen einer solchen Beschickung dauerteca. 24 Stunden. Daher waren die 3 Darren ausreichend für eineProduktion bis zu 5 Tons pro Woche.

Während des Trocknens mufsten die Krystalle häufig ge-wendet werden; ferner mufste man suchen, die Bildung vonKrusten auf dem Bleiboden möglichst zu verhindern. Die Krustenverursachten einen doppelten Nachteil: einmal verhinderten siedie Transmission der Wärme von dem geheizten Boden und ver-zögerten dadurch das Trocknen der Krystalle, und dann übten sieeine dehnende Wirkung auf die Bleiauskleidung aus, indem dieFeuchtigkeit aus den Krystallen, die ja eine Lösung von Chloratund Chlorcalcium war, hineinzog, in den heifseren Schichten inden feinsten Poren auskrystallisierte und dadurch die Kruste selbstausdehnte. Dadurch erhielt der Bleiboden unreffelmäfsige Wulsteund aufgetriebene Falten, die beim Umrühren der Krystalle hin-derlich waren, sich leicht durchstiefsen und dadurch die eiserneDecke des Dampfbades der Wirkung des Chlorats aussetzten.

Das Umwenden der Krystalle geschah mit hölzernen Spaten,mit denen man schon vorhandene Krusten schwer entfernen konnte.Dazu mufste man, wenn das Bett leer war, eiserne Werkzeugenehmen. Die abgekratzten Krusten wurden mit den Rohkrystallenwieder aufgelöst. Die Bleiauskleidung mufste nach mehrerenMonaten erneuert werden.

Von den Trockenbetten wurden zwei Muster gezogen: einesbald nach dem Ausbreiten, um eine Kontrollprobe auf den Chlor-calciumgehalt zu machen: überschritt derselbe die Maximalgrenze,so wurden die Krystalle in den Drainer zurückgebracht und noch-mals gewaschen; — und eines, wenn die Krystalle trocken zusein schienen, um ihren Feuchtigkeitsgehalt zu prüfen. Derselbedurfte nicht mehr als 0,25 % betragen. Wurde ein gröfsererWassergehalt gefunden, so mufste das Trocknen noch fortgesetztwerden.sieben dei Die trockenen Chloratkrystalle wurden durch ein grobes Hand-

rystaiie. ^^ -^ zwe [ Sorten geschieden. Je nach dem Bedarf nahm mandazu eine Maschenweite von 5 oder 10 mm. Die grol'sen Krystallewurden sofort verpackt und zwar meistens in Fässern, Fig. 52,zu je 1 Cwt. netto; selten wurden Fässer zu 5 Cwts., Fig. 5;!,verlangt. Die kleineren Krystalle wurden gemahlen.

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