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Krankheiten des Gehörorgans.
der habituellen Blutungen, sowie bei Frauen bei sparsamer Men-struation oder nach Suppression der Menses Schwefhörigkeit mitOhrensausen, Rauschen, Klingen, Kopfschmerzen, Schwindel u. dgl,ein; hier verordnet man mit Erfolg die auflösenden alcalischenWasser, den Kreuzbrunnen in lUIarienbatl, Ragoczi in Kis-singen, Elisabethbrunnen in Homburg, sobald das Leidennicht inveterirt ist.
Treten die congestiven Erscheinungen weniger in den Vorder-grund, sind bedeutende Anschoppungen in der Leber vorhanden oderhatten bereits arthritische Paroxysmen stattgefunden, so gebe mauden Thermen von Karlsbad den Vorzug.
3. Bei Schwerhörigkeit, die nach rheumatischen Entzündun-gen zurückbleibt, mit unterdrückter Secretion der, den äusserenoder inneren Gehörgang auskleidenden Membran, ist die Gas-douche mittelst der Kohlensäure, wie sie in Meinberg, Pyr-mont, Kronthal, Kissingen in Anwendung gebracht wird, zuempfehlen.
Die Kohlensäure befördert nicht allein die Absonderung des Oh-renschmalzes, sondern soll auch nach Piderit auf endosmotischemWege durch das Trommelfell in das innere Ohr dringen und bele-bend auf die Gehörnerven wirken und die Cireulation des Bluts inden Gefässen beschleunigen. Diese Wirkung wird durch Befeuch-tung der Häute mittelst Wasserdämpfe erleichtert.
Die Application der Douche muss täglich 2 bis 3 Mal wieder-holt und jedesmal 10 bis 30 Minuten so fortgesetzt werden, dassdas Ohr gleichsam mit dem Gase gefüllt ist. Darauf wird dasselbegehörig abgetrocknet und mit Baumwolle verstopft oder einem Tuche,bedeckt.
In Pyrmont wurden drei Kranke, die in Folge von Erkäl-tung an Schwerhörigkeit, Klingen litten, durch den Gebrauch derSalzbäder und Gasdouchen (zweimal täglich eine halbe Stunde hin-durch) geheilt.
In Kronthal wandte Küster (Gräfe und Kaiisch: Jahrbücherfür Deutschlands Heilquellen. 1838.) bei drei Kranken die Gasdouchemit Erfolg an.
Bei der einen Kranken, die in Folge von Erkältung seit dreiWochen an Schwerhörigkeit mit Ohrensausen gelitten, bei welcher