XII. Krankheiten des Gehörorgans.
1. _Dei chronischen Entzündungen der den äusseren undinneren Gehörgang auskleidenden Membran, bei der Blenorrhoe undGeschwürsbildung im äusseren Gehörgange und auf dem Trommel-fell sind, wenn eine scrophulöse Diathese zu Grunde liegt, Sool-dunstbäder und kohlensaure Gasdouchen in Verbindung mitSoolbädern in Anwendung zu ziehen. Neben der allgemeinenBade- und Trinkkur erweisen sich hier oft Einträufelungen von lau-warmem Soolwasser in den äusseren Gehörgang, Ausspritzungendesselben, Injectionen in die Tuba Eustachii mit Soolwasser, Gurgelnmit demselben hülfreich. ■— Mit der Abnahme der örtlichen Erschei-nungen lässt auch gewöhnlich die Schwerhörigkeit nach, anwelcher die meisten dieser Kranken leiden.
' Catarrhalische Affectionen der Rachenschleimhaut mit Wul-stung und Vergrösserung der Schleimfollikel und Anschwellung derTonsillen bedingen oft Schwerhörigkeit und Taubheit, wenn sichdie entzündliche Reizung auch auf die Schleimhaut der TubaEustachii fortpflanzt und letztere durch das zähe Seeret ver-stopft wird.
Solche Zustände werden an den Soolquellen ebenfalls feeseitigt, wobei man vorzugsweise die Inhalation des Sooldunstes oderder wannen Dämpfe anzuempfehlen ha!.
2. Bei Haemorrhoidariern stellt sich nicht selten nach Abnahme
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