Haut-, Schleimhaut- and Knoeh.engeschwüre.
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sehen Kur wieder geheilt. Nach einigen Wochen erschienen wiederGeschwüre am Gaumen und im Halse und es bildete sich Caries mitNecrose in der Nasenhöhle. Nach einer kräftigen Iuunctionsknr gin-gen zahlreiche Knochenstücke ab, und das Na.8.engewölbe fiel ein. Eineneue scheinbare Heilung dauerte nur wenige Wochen, worauf wiederJauche aus der Nase und aus einer durchbohrten Stelle am hartenGaumen auszufliessen anfing. Der Kranke betheuerte, nie ein Weibberührt, auch an keinerlei Krankheit an den Geschlechtstheilen gelit-ten zu halien, welcher Versicherung sein Arzt vollen Glauben zu schen-ken allen Grund hatte, so wurde ihm das Trinken der Kai se rqnell ezu Aachen und der Gebrauch der Dampfbäder verordnet und dieseKur 2 Monate lang ununterbrochen durchgeführt; in der letzten Hälfteder Kur wurden noch jeden Abend 10 Gran Kali sulnhurat. gegeben.Schon mit der vierten Woche fing der Kranke an, jede Nacht stark zuschwitzen; der Schweiss nahm bald einen deutliehen Schwefelgeruchan und tingirte stark die Betttüoher. Noch mehrere Wochen nachBeendigung der Kur datierte dieses Schwitzen fort und verlor sich all-mälig. Während der Kur lösten sich noch einige Knochenstücke, dannaber hörte der Ausfluss auf und es erfolgte eine vollständige Vernar-bung aller Geschwüre. Kr blieb 10 Jahre gesund, starb aber dann anden Folgen einer Leberkrankheit.
Die atonischen Geschwüre am Unterschenkel, die zu den hart-näckigsten Leiden gehören und oft allen Mitteln trotzen, werden oftdurch die Stahlwasser geheilt, indem diese das Allgemeinleiden,die Schwäche des Organismus beseitigen und dadurch eine regereThätigkeit im Geschwür hervorrufen. Hierher geboren auch dieje-nigen Geschwüre, die sieh bei scrophulösen Mädchen durch ge-hemmte Geschlechtsentwickelung oder nach Unterdrückung der Ca-tamenien am Unterschenkel bilden. Die Heilung erfolgt leicht undsicher, während die Pubertätsevolution gelinde gefördert und die un-terdrückte Menstruation wieder hervorgerufen wird. Zuweilen be-sitzen diese Geschwüre die Eigenthümlichkeit, sich von 4 zu 4 Wo-chen unter erysipelatösen Erscheinungen zu entzünden, sowie auchihrem ersten Ausbruche zuweilen ein rosenartiges Erythem vorhergeht.
Loretan (1. c.) sah von dem Gebrauche der Bäder in Lenkgute Erfolge.
Seiche (1. c.) empfiehlt bei veralteten Fussgeschwüren die Ther-men von »plitz, indem er binnen 5—6 Wochen dauernde Vernar-bung erfolgen sah, wo früher alle anderen Mittel erfolglos ange-wandt worden waren. Er lässt Vormittags ein Bad im Steinbade zu29—30° R. von einer Dauer von 20—25 Minuten nehmen, dann die