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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Haut-, Schleimhaut- und Knochengeschwüre.

thismus des Nerven- und (lefässsystenis und entzündlichem Zustandeder Haut im Umkreise der («'Schwüre, wo die obigen Thermen nichtvertragen werden.

Ausser den Badestunden, sagt Loretan (Die warmen Quellendes Leukerbades etc. 1.S45.), muss man auf die Oesehwürsllächen öf-tere Ueberschläge von Quellenwasser anwenden, diese mit etwasLeinwand und Wachstuch bedecken und bei feuchter, kalter Witte-rung zu Hause bleib«). Haben sich die Geschwüre gereinigt, son-dern sie statt der Jauche einen guten, dicklichen Liier ab, so be-schleunigt man die Heilung durch öfteres Auflegen von Wasser-schlamm, dessen stärkende und zusammenziehende Eigenschaften indieser Anwendung vortrefflich wirken.

Bei scropbulösen Haut- und Knochengeschwüren, in Folgevon Carle», sind die jod- und bromhaltigen Soolen allen anderenMineralwässern vorzuziehen und werden an allen oben S. 113 u. fgd.namhaft gemachten Orten mit Erfolg behandelt, beim inneren Ge-brauche der Adelheidsquelle, der Wasser von Hall, «ililorji,der Elisenquelle in Kreuznach. Aber auch die Thermenvon TepUtx zeigen sich hülfreich. Die Bäder dürfen jedoch nie inhöherer Temperatur als 28° R. genommen werden und die Krankennicht länger als 20 Minuten darin verweilen, dabei wird innerlichdas Jodkali angewandt und eine strenge Diät verordnet.

Bei geschwächten Individuen von lymphatischer Constitution undbei träger Circulation leisten die Stahlbäder oft gute Dienste. Sosah Cartellieri in Franzeiishad oft unter Verbesserung derConstitution schnell Heilung der Haut- und Drüsengeschwüre erfol-gen. Besonders hat sich der dortige Moor einen Ruf bei Knocheh-tuberculose erworben, wenn jede Hyperaemie erloschen ist und nachSchmelzung des tubereuhisen Infiltrats und entleerter Caverne einKnochengeschwür zurückbleibt, dessen Vernarbung wegen Mangelsan localer Lebenslhätigkeit nicht erfolgen will. Offene Geschwüremüssen zur Vermeidung unangenehmer keactionserscheinungen vorder Linwirkung der Moorllüssigkeit durch Charpie und Heftpflaster-streifen geschützt werden.

Gegen mercurielle Geschwüre werden die Schwefel wasserinnerlich und in Bädern mit Nutzen verordnet (s. Mercurial-Dyscrasie).

Hahn theilt folgenden merkwürdigen Fall mit, den er in Aach e nbeobachtet hat. Bei einem schwächlichen buckligen Manne von 40 Jah-ren bildete sich ein Geschwür auf der Tonsille. Nach einer Mercu-rialkur vernarbte es, brach wieder auf und schien nach einer Dzondi-