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Krankheiten des Nervensystems.
oberen Extremitäten mit Enuresis oder Ischurie und hartnäekigerVerstopfung oder eine Paralyse der Augen- oder Gesichtsmuskelnentwickelte, werden Jahre hindurch von einem Bade in das anderegesandt, ohne irgend einen Erfolg, während nach genauer Erfor-schung der Antecedentien eine mercurielle Behandlung oft in kurzerZeit vollständige Heilung herbeiführt. Wir können daher nichtumhin, in allen Fallen langjähriger Paralysen den Aerzten eingründliches Eingehen auf die anamnestischen Momente, recht drin-gend anzuempfehlen, ehe sie sich für eine Brunnen- oder Badekurentscheiden.
Anhang.
Progressive Muskelatrophie.
Ich reihe hier die progressive Muskelatrophie an, weil siedurch die Degeneration der Muskeln zu einer der Lähmung analogenImmobilität Anlass giebt.
Wetzlar in Aachen sah im Beginne der Krankheit, wenn dieAtrophie noch keinen sehr hohen Grad erreicht hat, von dem Ge-brauch der Bäder zu 27°, 28°, ja in einigen Fällen, wo die Krankenüber fortwährende Kälte klagten, zu 30° bis 32° R., günstige Erfolge,Die Dauer der Bäder betrug gewöhnlich 20 Minuten bis eine halbeStunde, doch wurden sie in einigen Fällen bis auf 2 Stunden verlän-gert. Die trockene Haut fing an zu transpiriren, der Tonus derMuskelsubstanz und die motorische Kraft kehrten allmälig zurückund die Besserung schritt fort nach beendeter Kur. Doch muss diesegewöhnlich mehrere Male wiederholt werden.
In Schwalbach beobachtete Genth bei frühzeitiger und be-harrlicher Anwendung der Bäder und des inneren Gebrauchs derQuellen einen Stillstand und Besserung des Leidens.
Berthold und Seiche haben günstige Erfolge durch den Ge-brauch der Thermen von Teplitz in Verbindung mit Douchen undElectricität erzielt,
Seiche (Medicinisches Jahrbuch der Thermalquellen zu Teplitz-Schönau. 1855) theilt einen Fall mit, wo ein Beamter in einer Blau-farbenfabrik, wo Kobaltblau und Kobaltoxyd dargestellt wurde, von