Paralysen.
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die specifische Schwerkraft und den Condensationsdruck des kohlen-sauren Gases in die Gasleitungsröhren gebracht, welche die Gas-cabinette der Badeanstalt mit dem nöthigen Gase versehen. 24 be-finden sich im oberen Stocke des Gebäudes, in denen auch Vorrich-tungen zu Douchen mit dem kohlensauren Gase auf einzelne Theilevorhanden sind.
Bei rheumatischen Paralysen können ferner mit Erfolg die anKohlensäure reichen Bäder zu Nauheim (s. S. 148) und Oeynhau-sen (s. S. 151) gebraucht werden. An beiden Orten wird auch dasaus dem Bohrloche des Soolsprudels in reichlicher Menge ausströ-mende Gas, welches an ersterem Orte nach Chat in in 100 Th eilen93,4 kohlensaures Gas, 6,2 Stickgas und 0,4 Sauerstoffgas enthält, zuGasbädern und Gasdouchen benutzt; dort wird es mittelst eineraufgestülpten Tonne aufgefangen und theils in einen, im Quellen-schachte selbst befindlichen, Apparat, theils durch eine unterirdischeRöhrenleitung in ein unweit der Quelle angebrachtes Häuschen ge-führt.
In Oeynhausen befinden sich zwei Zimmer, in dem einen dient einehölzerne mit einem Deckel verschliessbare Badewanne zur Verabrei-chung voller Gasbäder; in dem anderen strömt das Gas aus einerfrei herabhängenden, elastischen Röhre aus, in welcher die nöthigenVorrichtungen zu Localdouchen auf einzelne Theile angebracht sind.Die Gasdouche wird auf einzelne Körpertheile applicirt und zwar injeder Sitzung 2 bis 15 Minuten lang.
Bode (Nauheims Quellen. 1845.) verschaffte einem Manne in vor-gerückten Jahren, der an Anaesthesie und Immobilität der Hände litt,durch eine mehrwöchentliche Gaskur den Gebrauch derselben wieder.Schon nach dem ersten Bade erwärmten sie sich, bald blieben sie eineStunde nach dem Bade warm und gelenkig, dann bis zum Abend undendlich war die Wirkung eine andauernde.
Ein Tischler von 28 Jahren, der nach einem Typhus abdominalisvon einer rheumatischen Affection der Schulter-, Ellenbogen- undHandgelenke, mit Immobilität der Arme und Abmagerung befallenworden wurde durch die Gasbäder von den Schmerzen befreit undnachdem später noch Soolbäder angewendet wurden, vollständig ge-heilt.Ist die Lähmung der unteren Extremitäten und der Beckenor-gane von einer chronisch entzündlichen Affection der Rüc-kenmarkshäute abhängig, der ein rheumatischer Anlass zu Grundeliegt, so sind diese Bäder ebenfalls von grossem Nutzen; die Douchelängs des Rückenmarks leistet dann wesentliche Dienste.