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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Hysterie.

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den die Ilaare mit einem engen feinen Staubkamme gekämmt, umalle Kleie möglichst zu entfernen und zuletzt mit einer etwas hartenBürste gebürstet.

Nach dem Bade ist massige körperliche Bewegung nothwendig,die so lange fortgesetzt werden muss, bis der Körper vollkommenerwärmt ist. Da aber nach den Bädern die Esslust sehr rege zu seinpflegt, so müssen die Kranken sich um so mehr hüten, den Magenzu überladen.

Hinsichtlich der Diät gilt das oben (S. 172) Angeführte.

Da bei Hysterischen meistens eine anaemische Beschaffenheitdes Bluts vorhanden, so wird man wohl thun, solche Kranke ent-weder sogleich nach einer Stahlquelle zu senden, z.B. Schwal-bach, Pyrmont, Driburg, Spa, Bocklet, Brückenau u. a.oder zuerst durch die Thermen von Ems, Schlangenbad undNeuhaus die erhöhte Reizbarkeit herabzustimmen suchen und dannein eisenhaltiges Mineralwasser innerlich und in Bädern gebrauchenlassen. Kranke, die in Ems gebadet, können nach einer drei- bisvierwöchentlichen Kur in Schwalbacli trinken und baden; ebenso die, welche die Bäder in Sclilaiigrenbail gebrauchten. Nachvollendeter Kur in IVeiiliauw empfehle man den Kranken den in-nerlichen und äusserlichen Gebrauch des Klausnerbrunnens inCalelclienberg oder lasse sie in Roliltsch trinken und baden;oder sende, sie, wenn es ihre Verhältnisse gestatten, nach Kecoaro,wo nicht allein der Gebrauch der Stahlquellen, sondern auch derAufenthalt in dem milden, gleichmässigcn Clinia sehr wohlthätigwirken wird. Denjenigen, die man nach liandeck gesendet,empfehle man später den Gebrauch der Wasser von Altwasser,I iiilomi. Keilterz, I.iiii««-iihii. Hier können auch dieEisenthermen von Szllacs mit Erfolg verordnet werden.

Ist aber eine allgemeine Plethora vorhanden, wie bei Erauenin den climacterischen Jahren, so sind Molkenkuren ganz geeignet,in Verbindung mit den calmirenden Molkenbädern, wie sie z. B. inIschl verabreicht werden, oder eine Traubenkur; beide werdenum so mehr indicirt sein, wenn gleichzeitig Störungen in den Func-tionen der Unterleibsorgane, zumal in der Leber vorhanden sind,was häufig der Fall ist, wenn die Menstruation allmälig aufholt unddas Blut seine Richtung von den Geschlechtsorganen nach den drü-sigen Apparaten nimmt, oder plötzlich in Folge verschiedenartigerEinflüsse, zumal deprimirendcrliemüthsaffecte, unterdrückt wurde. Das