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Krankheiten des Nervensystems.
ins Wasser getaucht und eine Zeitlang unter der Oberfläche gehaltenwerden; dann erst gestatte man ihnen, längere Zeit in der See zuverweilen, aber zuerst nie länger als 1 bis '2 Minuten. Nach undnach kann die Daner des Bades, je nach der sich einstellenden Re-action, verlängert werden, darf aber 5 Minuten nie übersteigen. — Inmanchen Fällen sind von Zeit zu Zeit doppelte Bäder, Morgens undNachmittags, von guter Wirkung. Bei schlechtem Wetter, sehr hochgehender See, sollten schwächliche Individuen lieber warme Wan-nenbäder nehmen.
Am besten thun die Kranken, unbekleidet und mit blossemKopfe ins Bad zu gehen, indem die Kappen aus wasserdichter Wachs-leinwand, deren man sich an manchen Badeorten bedient, keineswegsihrem Zwecke entsprechen, nämlich das Haar vor jeder Feuchtigkeitzu schützen, im Gegentheil den grossen Nachtheil besitzen, dieTranspiration zu hindern und sehr oft Neuralgieen und Ophthalmieenhervorrufen. Höchstens gestatte man die Bedeckung mit einem Ta-schentuche oder einem Haarnetze mit weiten Maschen.
Nach beendetem Bade trocknen sich die Kranken schnell ab undziehen die etwas erwärmten Kleider an. Auf das Trocknen derIlaare ist besonderes Gewicht zu legen, da leicht sehr heftige Neu-ralgieen, hartnäckige Augenkrankheiten und Zahnschmerzen entste-hen können. Nachdem mit einem trocknen, nicht erwärmten Tuchedas Wasser ausgedrückt, lässt man sie entblösst oder höchstens ganzleicht, nur mit einem dünnen Tuche bedeckt, an freier Luft trock-nen; ein festes Flechten und Binden ist jedenfalls zu untersagen.Pomaden und Haaröle dürfen erst, nachdem das Haar vollständigtrocken geworden, in Gebrauch gezogen werden. ■— Das Seewasserübt weder auf die Farbe, noch den Glanz der Haare einen nach-theiligen Einfluss aus, nur können sie in Folge eines nicht sorgfälli-gen Trocknens leicht zusammenballen, schmutzig, klebrig werdenund einen üblen Geruch annehmen. Diesem Uebelstande kann da-durch abgeholfen werden, dass man die Haare zuerst mit lauwar-mem Wasser waschen, darauf sehr sorgfältig abtrocknen und dannan der Luft trocknen lässt. Dies Verfahren wird zwei- bis dreimalwiederholt, alsdann werden in einem eisernen Gefässe etwa drei ge-häufte Hände voll Kleie erhitzt, fünf bis sechs Löffel voll Eau deCologne hinzugegossen und das Ganze innig gemengt. Mit dieseralcoholisirten Kleie lässt man zuerst den Kopf sorgfältig einpudernund nach einigen Minuten die Haare nach allen Richtungen hin ein-reiben. Auch dies wird zwei- bis dreimal wiederholt, darauf wer-