Blasenhaemorrhoiden.
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tjücher für Deutschlands Heilquellen. 1838) einen Kranken von 66 Jah-ren, der in früheren Jahren an ziemlieh regelmässig fliessenden Hae-morrhoiden gelitten. Mit zunehmendem Alter entwickelte sieh allmä-lig eine Schwäche der Blase, Vergrösserung der Prostata und dadurchVerengerung der Harnröhre; es stellten sieh Harnbesehwerden ein undplötzlich verwandelten sich die bisherigen Mastdarmhaemorrhoiden insehr schmerzhafte Blasenhaemorrhoiden mit Ischurie, heftigen Schmer-zen im Perinaeum und ziemlich häufigem Abgang von oft bedeutendenQuantitäten Blutes durch die Harnröhre. Der Urin ging nur untereinem dünnen Strahle und meist mit einem heftigen Sehmerze an derinneren Fläche der Harnröhre ab. Uebrigens waren die Kräfte gutund der Appetit rege. Die Kur wurde mit zwei Schoppen des Mine-ralwassers täglich und einem Bade zu 26" R. begonnen und derKranke verliess nach 3 Wochen den Badeort wenig gebessert; erst zuHause trat vollkommenes Wohlbefinden ein und die Harnbeschwerdenkehrten nicht wieder.
Ein Mann von 60 Jahren, der seit 20 Jahren von regelmässigenGichtanfällen heimgesucht worden, wogegen er mehrere Male Karlsbadund die Bäder in Teplitz mit gutem Erfolge gebraucht hatte, ward,als seit zwei Jahren die Anfälle nicht so vollständig erschienen, voneiner heftigen Blasenentzündung befallen, in deren Folge ein Catarrhmit massiger Dysurie zurückblieb. — Der Kranke trank täglich dreiSchoppen Wasser, badete aber wegen der schlechten Witterung nicht,und schon am vierten Tage wurde der Urin klarer, der stinkende Ge-ruch nahm ab; der Schmerz beim Urinlassen hatte fast ganz aufgehörtund die Kräfte hoben sich. Nach sechswöchentlicher Kur war voll-ständige Heilung erfolgt und der Kranke konnte in seine 300 Stundenentfernte Heimath zurückkehren.
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