Druckschrift 
Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
Entstehung
Seite
512
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

512

Krankheiten der Harnwerkzeuge.

Doppelt kohlens. Manganoxydul 0,161 Gran.Kieselerde 0,691

Freie Kohlensäure

Summa 14,070 Gran.

12,828= 25,75 Wien. K. Z.oder in 1000 Kaumtheilen 954,6.

Auch beim Gebrauche dieser Quelle bilden die Bäder ein wich-tiges Unterstützungsmittel der Kur.

In Karlsbad lasse man anfangs den Schlossbrunnen inkleinen Quantitäten mit Milch versetzt trinken, später den There-sienbrunnen in Verbindung mit Milch und lauwarme Mühlbäderzu 28° bis 29° 11. nehmen.

Auch der Maxbrunnen in Kissingen mit Vorsicht und be-hutsam angewandt, leistet treffliche Diesste und führt in frischenFällen vollkommene Heilung herbei; aber auch selbst, wenn das Lei-den schon längere Zeit bestanden, einen hohen Grad erreicht undsich bereits Verdickungen, Auflockerungen, selbst ulcerative Processeauf der Schleimhaut entwickelt haben, erweist er sich als eins dergrösste'n Linderungsmittel.

Maas (Kissingen und seine Heilquellen. 1830) erzählt einen Fall,wo ein Mann von 54 Jahren, der an einen sehr guten und gewürzhaf-ten Tisch und geistige Getränke gewöhnt, schon frühzeitig an fliessen-den Haemorrhoiden gelitten hatte, die viele Jahre regelmässig auftra-ten, aber plötzlich ohne veranlassende Ursache verschwanden, nun vonBlasenhaemorrhoiden heimgesucht ward. Während dreier Jahre ent-leerte sich in verschiedenen und schnell aufeinander folgenden Zwi-schenräumen bald vor, bald nach dem Abgänge des Urins etwas Blutunter den heftigsten Schmerzen. Nach sechswöchentlichem Gebrauchedes Maxbrunnens mit Milch und Bädern mit dem Mineralwasser wa-ren alle krankhaften Symptome verschwunden und drei Monate nachder Kur stellten sich die früheren Blutungen aus den Haemorrhoidal-venen des Mastdarms wieder ein.

Entwickelt sich bei geschwächten Individuen, die sich schon imvorgerückteren Alter befinden, ein Catarrh der Blasensehleim-haut mit varicösen Ausdehnungen der Venen, treten Blutun-gen aus der Harnröhre ein, ohne dass aber weder eine örtliche Rei-zung sich kundgiebt, noch ein allgemeiner «-ethischer Zustand vor-waltet, so zeigen sich die Schwefelquellen von Nutzen innerlichund in Bädern angewandt.

In Weilbach beobachtete Thilenius (Gräfe und Kaiisch: Jahr-