Anschwellung der Hoden und Prostata. 499
2. Anschwellung und Verhärtung der Hoden undProstata.
Gegen diese Affeetionen, die gewöhnlich auf einer scrophulü-sen oder syphilitischen Basis wurzeln und oft alle Symptomeeines sarcomatösen Aftergebildes darbieten, werden mit Erfolg dieSoolbäder angewandt, vorzugsweise die jod- und bromhaltigenz. B. in Kreuznach, Dürc'kheim, Nauheim, Oeynhausen,Lippik, verbunden mit dem innerlichen Gebrauche der Adel-heidsquelle, der kochsalzhaltigen Wasser von Hall, Wildeggoder des Jodsodawassers von Krankenheil (s. Scrophulosis). WoSyphilis zu Grunde lag, muss erst die Dyscrasie durch die specifi-schen Mittel beseitigt werden, ehe man die Soolbäder verordnet.
Neben den Bädern lässt man hier auch mit Erfolg lauwarmeCompressen mit dem einfachen oder mit Mutterlauge versetzten Sool-wasser überschlagen und durch das Suspensorium befestigen. DerKranke muss jedpch sich einer längeren Kur unterwerfen und ge-duldig ausharren, wenn günstige Resultate erzieh werdet) sollen.
Die Verhärtung der Prostata entwickelt sich nicht nur nachvorhergegangener vernachlässigter Gonorrhoe, sondern zuweilen auchnach Unterdrückung habitueller Fussschweisse oder in Folge zurück-getriebener Hautausschläge, in diesen Fällen leisten Schwefelbäderoft gute Dienste.
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