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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Spermatorrhoe.

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darin befindliche Luft. Die constante Erscheinung, die sich einzu-stellen pflegt, ist ein wohlthuendes Wärmegefühl, zumal an der un-teren Körperhälfte, namentlich an den Geschlechtstheilen. DieseWärmeerregung ist häufig von vermehrter Hautausdünstung, Tur-gescertz, Röthe der Haut, Pruritus am After, Drang zum Urinirenund wollustartigen Empfindungen verbunden.

Gewöhnlich wird im Laufe des "Vormittags gebadet, wo eine hö-here Temperatur der Luft stattfindet. Im Wannengasbade darf derKranke, die ersten Male ausgenommen, eine etwas längere Zeit,selbst bis zu einer Stunde, je nach der Vorschrift des Arztes, Zubrin-gen und hier die Kleidungsstücke bis auf die Unterkleider ablegen.Obwohl die Kohlensäure durch mehrfache Hüllen zu dringen ver-mag, so ist es doch gerathener, auch im Gesellschaftsbade dicke undeng anliegende Kleidungsstücke abzulegen.

Ein strenges diätetisches Regimen ist bei der Gasbadekur, selbstwenn sie allein gebraucht wird, nothwendig; reizende Getränke, er-hitzende Bewegung und andere aufregende Einflüsse sind um somehr zu beschränken und in manchen Fällen gänzlich zu meiden,da dies Gas schon auf das Nerven- und Gefässsystem erregendwirkt. Besonders ist es wichtig, dass die nicht selten sich einstel-lenden nächtlichen Pollutionen beseitigt werden, und zu diesemZwecke sind kalte Waschungen vor dem Schlafengehen und eineleichte Abendmahlzeit zu empfehlen.

Kräftiger wirken noch die Moorbäder, die man um so mehrin hartnäckigen und langwierigen Fällen anzuwenden berechtigt ist,weil die Martialia innerlich in grossen Dosen und lange Zeit ge-braucht werden müssten,- was bei dem Darniederliögen der Dige-stionsorgane nicht durchzuführen ist.

Die Bäder, gewöhnlich Halbbäder, die bis an den Nabel gehenWerden von der Temperatur von 24° bis 26° R. genommen und müs-sen so flüssig sein, dass der Kranke sich darin zu bewegen im Standeist. Die Dauer des Bades betrage eine Viertel- bis drei Viertelstunden.

Sehr zu empfehlen sind auch die kräftigen Eisenmoorbäder inMiiskan in der preussischen Oberlausitz (s. S. 481). Der Moor vonschwarzbrauner Farbe, dumpfem, etwas säuerlichem Gerüche, röthet«las blaue Lakmuspapier schwach. Nach Duflos hinterlassen1000 Gewichtstheile des lufttrocknen Moors bei der Temperatur deskochenden Wassers anhaltend getrocknet 440 Gewichtstheile Rück-stand, enthalten folglich 560,00 Gewichtstheile Wasser.

Die 440 Gewichtstheile trocknen Moors, bei Luftzutritt einge-

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