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Krankheiten der männlichen Geschlechtsorgane.
Doppelt kohlens. Manganoxydul Spuren
Chlornatrium 0,0211 Gran.
Schwefelsaures Natron 0,0784
Kieselerde 0,4708
Organische Materie 0,1152
Summa 3,8578 Gran.Kohlensäure 29,3 K. Z.
Zum inneren Gebrauche kann man den in der Nähe befindlichen,leicht verdaulichen, erdig-alcalischen Säuerling von Langenau em-pfehlen. Die Badeanstalten sind gut. ■— Badearzt ist Dr. Reichel.
Wo jene erhöhte Reizbarkeit nicht vorhanden, können aber auchmit Vorsicht gleich die Eisenwasser in Gebrauch gezogen werden,indem man sie anfangs mit kleinen Quantitäten warmer Milch oderMolke versetzt trinken und zu den lauen Bädern eine Abkochungvon Kleie oder calmirender Kräuter hinzufügen lässt.
Hier eignet sich besonders die Franzensquelle in Fran-zensbad zum inneren Gebrauch und die Luisenquelle in Bädern,die anfangs lauwarm, dann immer kühler genommen und mit denenzuletzt die kalte Douche auf die Lumbaigegend und kalte Waschun-gen der Genitalien verbunden werden.
Bei torpiden Individuen sind diese Cautelen nicht erforderlich.
Sehr wirksam erweisen sich ferner die Gasbäder, die in höl-nen oder metallenen Wannen genommen werden. Die ersteren habenden Vorzug, dass die Temperatur gleichförmig bleibt, weil das Holzein schlechterer Wärmeleiter ist. Am Kopfende befindet sich dasmit vielen Löchern versehene Sitzbrett, welches sich höher und nie-driger schrauben lässt. Unterhalb desselben mündet das Gaszulei-tungsrohr ein. Die Wannen werden, so lange der Kranke darinverweilt, mit einem Deckel geschlossen, durjch dessen Ausschnittbloss der Kopf herausragt. — Ausser diesen Wannenbädern ist nochein Gesellschafts-Gasbad vorhanden in dem über den, schon in alterZeit berühmten Polterbrunnen errichteten, Pavillon. Die Ausströ-mung dauert ununterbrochen Tag und Nacht in gleicher Stärke fortund liefert in jeder Minute 4 Wiener Kubikfuss, mithin in 24 Stundendie Menge von 5760 Kubikfuss Kohlensäure, der ein durch das Ge-ruchsorgan deutlich wahrnehmbarer Antheil von Schwefelwasserstoff-gas beigemengt ist. Einige Stufen führen in eine bassinartige, aus-getäfelte Vertiefung hinab, wo mehrere Sitze von verschiedener Höheaufgestellt sind. Das kohlensaure Gas strömt in einer Ecke der Sei-tenwände, nahe am Boden der Vertiefung, ein und imprägnirt die