Leucorrhoe.
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dieser Verlust wird aber durch die Möglichkeit eines längeren Auf-enthalts hinreichend ersetzt. Kühlere Bäder von 22° bis l(i" R. sindnur bei hysterischen Zufällen und l'alpitationen, asthmatischen odersuffocatorischen Erscheinungen zu gestatten.
In Boehlet bedient man sich bei grosser Atonie der Vaginal-schleimhaut der aufsteigenden Douche, die auf folgende Weiseangewandt wird: Die Kranke begiebt sich in das gewöhnliche Wan-nenbad, setzt sich über den messingenen Zapfen, bringt ihn zwischendie Schaamlippen und giebt dem Arzte, wenn sie die gehörige Stel-lung eingenommen, mittelst einer Glocke ein Zeichen. Hierauf lässtdieser die Douchemaschine massig in Bewegung setzen. Bei vollerKraft, kann sie das Wasser, wenn die Wanne leer ist, mannshoch,also weit höher als die Bubenquelle zu Ems, in die Höhe treiben,Was nach der Versicherung aller Frauen, die die Douche gebrauchen,kein schmerzhaftes, nicht einmal ein unangenehmes Gefühl verur-sacht. Je nach der Individualität der Kranken und dein vorliegen-den Falle wird nun stärker oder schwächer gepumpt. Ebenso ver-schieden ist die Dauer der Application: zarte Frauen gebrauchen sieanfangs nur einige Minuten, keine jedoch länger als 10 Minuten. DieDauer hängt auch ab von der Temperatur der einzuspritzendenFlüssigkeit; je niedriger dieselbe ist, desto kürzere Zeit darf von derDouche Gebrauch gemacht werden. Anhaltend angewandte Kälteschwächt diese zarten Theile noch mehr, während sie, wenn siekurze Zeit und in Zwischenräumen einwirkt, einen äusserst heilsa-men Reiz hervorruft. Empfindet die über der Douche sitzende Pa-tientin nur die geringste Unbequemlichkeit, so kann sie sich augen-blicklich entfernen und durch ein Zeichen mit der Glocke die Ma-schine zum Stillstand bringen. Nach vollzogener Operation verweilt.die Kranke noch einige Zeit im Bade.
Gewöhnlich wird das Wasser aus der Ludwigsquelle genom-men, oft noch mit adstringirenden Decocten vermischt und in einerhohen Temperatur von 30° R. und darüber.
Bei Schleimflüssen mit relaxirter und atonischer Beschaffenheitder Scheidenschleimhaut, die oft den gepriesensten Heilmitteln hart-näckig trotzen, äussert die Kohlensäure, wie sie im Sprudelbade zuAleinberg- in Anwendung gebracht wird, mit gleichzeitiger Be-nutzung der Gasdouche ihre ausgezeichnete Heilkraft. Es tritt hier,indem sie leichter als jedes andere Mittel auf die erkrankten TheileUnmittelbar einwirkt, ihre zusammenziehende, tonisirende Wirkungauf die Schleimhäute, ihre belebende auf die Nerven und die Capil-