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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Anschwellung des Uterus.

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ziergänge längs des Meeresstrandes und Einathmen der frischenSeeluft unterstützen wesentlich durch Verbesserung der Digestionund Innervation die Kur; daher wähle man aber auch ein Seebad,wo die Wohnungen dicht am Strande oder nicht in zu weiter Ent-fernung von demselben liegen, weil für schwächliche Personen dasmehrmalige Hin- und Hergehen nach dem Strande an einem Tagezu ermüdend und bei schlechtem Wetter ganz unmöglich ist, In-dividuen mit zarter Constitution kann der Aufenthalt an der See nurdann von Nutzen sein, wenn der Strand leicht zugänglich undzugleich gegen das Land möglichst abgeschlossen ist oder wenn derOrt ein ausgesprochenes Inselclima besitzt. Für Kranke, die derSeekrankheit wegen nicht nach Helgoland gehen mögen, eignensich Nortleriiey und Fölir oder die Ostseebäder an derpommerschen Küste mit ihren, die Landluft abhaltenden, holtenDünen.

c. Wo eine bedeutende Plethora abdominalis vorhanden, dieauch die Hyperaemie und chronische Anschwellung des 1 Uterus her-vorgerufen hat, dabei aber eine scrophulöse Anlage mit im Spieleist, zeigen sich die Quellen in Soden (s. S. 114) oder Wiiliim«in Franken (s. S. 116) hälfreich. Die Uterinalfunction kann auchdabei ganz darniederliegen oder die Menses fliessen zu reichlich oderendlich ist Leucorrhoe damit verbunden. Sehr oft finden Jahre langbedeutende Blutverluste statt.

Die innere Anwendung der Quellen, deren Auswahl, nach demGehalte an Eisen und Kohlensäure, die Constitution der Krankenbestimmt, wird durch die Bäder kräftig unterstützt, und auch Injec-tionen, die Vaginaldouche, werden in manchen Fällen zweckmässigerscheinen. Am geeignetsten sind in solchen Fällen die QuellenNo. Via,, VIb. und XVIII. Zarten Constitutionen mit sehr empfind-lichen Digestionsorganen sagt die Quelle No. VIb. besser zu als Via.und ruft auch nicht so leicht eine störende Aufregung im Gefäss-system hervor, daher es rathsam ist, wenigstens mit jener die Trink-kur beginnen zu lassen. Für sehr torpide Constitutionen passt dieQuelle No. XVIII. Die Bäder müssen stets lauwarm genommenWerden, zu 27° bis 23° R. herab.

Aber auch die stark auflösenden alcalisch-salinischen undmuriatischen Eisensäuerlinge werden in diesen Fällen in Ge-brauch gezogen werden müssen, wo eine bedeutende ßlutüberfüllungder Gebärmutter und adnexen Theile vorhanden ist und sich bei derUntersuchung varicöse Ausdehnungen der Gefässe am Mutterhalse

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