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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Arthritis.

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entspringen; die Temperatur variirt zwischen 28° und 3G° R.; in demVolksschlamm bade entspringt die oben angegebene Quelle.

Badearzt: Dr. Hintcrberger.

Sehr gute Dienste leisten ferner bei gichtischen Tophen, Anchy-losen u. s. w. die Dampfbäder, Schlammumschläge und die Douchein Baden bei Wien. Im Leopoldsbade befinden sich Vorrichtun-gen zum Gebrauche von Dampfbädern. Der Dampf des erhitztenThermalwassers wird in Kasten geleitet durch Ventile, mittelst wel-cher sich auch die Temperatur reguliren lässt. In den Kasten wirdentweder der ganze Körper, mit Ausnahme des Kopfes, den Däm-pfen ausgesetzt oder nur einzelne Extremitäten. Zugleich ist aucheine Dampfdouche vorhanden.

Der Schlamm wird hier künstlich bereitet, indem man die Ur-sprungsquellen fortwährend durch zwei Kasten strömen lässt, vonwelchen der eine mit blauem Tlion, der andere mit Moorerde gefülltist, welche von Zeit zu Zeit durchknetet werden, damit eine innigereMischung des Wassers mit dem Thon und der Erde stattfinde.Der Schlamm wird zu den Bädern mit warmem Schwefelwasser ver-dünnt.

Die Dampfbäder in Aachen entstehen aus den natürlichenDämpfen des Thermalwassers, welches in einem unterirdischen Ka-näle über scharfe Steinstücke hinabfällt, zertheilt wird und auf solcheWeise die schnelle Entwickelung der Dämpfe bewirkt, die durch eineOeffnung von 5 bis (i Zoll Durchmesser zu Tage kommen. DieDampfbäder befinden sich nur in den Badehäusern der oberen Quel-len, da die Temperatur der unteren nicht hoch genug ist, um Dämpfein hinreichender Menge zu erzeugen. Das Verhalten vor und nachden Bädern weicht nicht von dem bei anderen angegebenen ab.

Das Wasser der Douche fällt 2428 Fuss hoch aus einembleiernen Kasten herab, indem das abfliessende stets durch besondersdazu eingerichtete Pumpen ersetzt wird. Die Stärke des Strahls wirddurch die verschiedenen Mündungsröhren nach dem Bedürfniss be-dingt. Die hinabführenden kleineren Röhren endigen in einem bieg-samen ledernen Schlauche, vermittelst welches dem Strahle die-thige Richtung gegeben werden kann.

Sehr vollblütige, zu Congestionen geneigte Individuen, die dieoben genannten Schlammbäder nicht vertragen, gebrauchen dieSchwefelschlammbäder in Driburg (s. S. 27), welche weni-ger erhitzend wirken, ohne nachtheilige Folgen. Die Sa atzerSchwefelquelle entspringt eine halbe Stunde von Driburg und