Chronischer Darmcatarrh.
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hülfreich erweisen, wenn der Krankheitsprocess in der Leber nochnicht, zu weit vorgeschritten ist; in dem Stadium dagegen, wo bereitsdas Entzündungsexsudat seine verschiedenen Metamorphosen ein-gegangen, ist eine radlcale Heilung nicht mehr zu erwarten; dies giltbesonders von der Cirrhose der Leber und der damit in Verbin-dung stehenden Atrophie. Ist daher schon Ascites vorhanden,haben die copiösen Magen- und Darmblutungen eine bedeutendeErschöpfung herbeigeführt, so enthalte man sich jeder Brunnenkur,und suche durch diätetische und pharmaceutische Mittel die Kräfteaufrecht zu erhalten, oder sende solche Kranke, die nicht einmaleine sehr anstrengende Reise ertragen können, an einen Ort mit ge-sunder, stärkender Luft, und empfehle eine einfache, mehr natur-gemässe Lebensweise.
7. Chronischer Darmcatarrh.
Die chronische Diarrhoe, auf einem Catarrh der Intestinal-schleimhaut beruhend, der oft Jahre lang allen anderen Mitteln Trotzbietet, wird durch den Gebrauch der Thermen von Ems undWiesbaden beseitigt. Wechselt sie mit Verstopfung, begleiten sieColikanfälle und Verdauungsstörungen, so beruht sie nicht immerauf einer Schwäche des Darmkanals, sondern ist sehr oft in einerkrankhaften Secretion der Darmsäfte und gestörter Circulation imPfortadersysteme begründet. Besonders werden dergleichen Krankenach jeder Indigestion und Erkältung von ihrem Uebel befallen.Hier werden die eisenhaltigen Mineralwässer stets nachtheilige Wir-kungen zur Folge haben, während die auflösenden alcalischen undSalinisch-muriatischen Wässer treffliche Dienste leisten. Klei-nere Dosen der Thermen von Harlxbnd, hauptsächlich des Spru-dels, sowie auch des Ragoczi in Kissingen und Elisabeth-brunnens in Homhurg, durch den Verein von Eisen und salini-schen Verbindungen, führen schnell Heilung herbei.
Bleibt dagegen nach einem vorangegangenen entzündlichen Ca-tarrh der Darmschleimhaut, eines typhösen Fiebers, einer Dysenterie,der Cholera, eine chronische Diarrhoe zurück, als Folge der Erschlaf-fung der Mucosa, so werden sich die Eisenquellen in Schwal-bach (besonders der Stahlbrunnen), Spa, Altwasser, Pyrmont,Reinerz, Driburg, Bartfeld u. A., innerlich und in Bädern beistrenger Diät stets hülfreich erweisen, indem sie sowohl kraft ihreradstringirenden Eigenschaft der gesteigerten Secretion Schranken