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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Krankheiten des Digestionsapparats.

Ernährung leiden, wofür auch die während und nach der Kur beob-achtete Gewichtsabnahme einen Beweis liefert.

Der Saft der Trauben ist äusserst wechselnd in der Menge unddem Verhältniss seiner Bestandteile, je nach der Beschaffenheit desBodens, der Lage des Weinberges, nach climat.ischen Verhältnissen,Witterung und Rebensorten. In lieisseren Sommern und wärmerenLandstrichen ist er, reicher an Zucker; in nördlicheren Breiten, kal-ten Jahren und an der Nordseite der Weinberge enthält er ausserdem doppelt weinsauren Kali noch freie Säure; jedoch kommenauch Ausnahmen von dieser Regel vor. Die Menge des Wassersim Saft hängt ab von der Düngung, der Bodenbeschaffenheit und derRegenmenge. Ausser den Säuren, dem Wasser und dem gälmings-fähigen Traubenzucker enthält er verschiedene Salze (phosphor-saure Kalkerde, schwefelsaures Kali, saures weinsaures Kali, wein-steinsaure Kalkerde, Chlornatrium und der mehrerer Traubensortender Rheingegend ein Eisensalz), mehrere indifferente Stoffe (Ex-tra elivstoff, Gummi, Harz, Gerbsäure, Farbstoffe), endlich den eigen-tümlichen aromafischen Riechstoff der Trauben und Fflanzen-eiweiss.

Da die reifen Trauben mehr Zucker und weniger Säure enthal-ten, als die unreifen (letztere enthalten kaum 1 pCt. Zucker, reife 14bis 1(> pCt.), so ist die hauptsächlichste. Bedingung zum günstigenErfolge der Traubenkur die gehörige Reife der Trauben, die besteZeit zum Gebrauche derselben also der Spätherbst, die Mitte oderdas Ende des Monats October, wo auch zugleich die Luft frischerund reiner ist, die Kranken weniger der Sonnenhitze in den Wein-bergen ausgesetzt sind und die Temperatur im Allgemeinen weiteSpaziergänge! und gymnastische Hebungen gestattet.

Man unterscheidet bei der Gebrauchsmethode eine Strenge undmilde Form. Bei der ersten werden früh nach einem (Hase IrischenWassers 1 bis 2 Pfund Trauben genossen und wenn sie allein nichtvertragen werden sollten, dabei 8 bis 4 Loth Semmel. Hierauf fol-gen in der Regel Bäder, Abreibungen, gymnastisches Verfahren oderwenigstens tüchtige Spaziergänge. Gegen 11 Uhr werden abermals3 bis 4 Ffund verzehrt, worauf unter massiger Bewegung und Auf-enthalt in freier Luft die frugale Mittagsmahlzeil, um 1 Uhr einge-nommen wird; diese bestellt bei der grossen Kur ausschliesslich ausPilanzengemüse, bei der kleinen ist jedoch eine geringe Menge nicht,zu fetten Fleisches zu gestatten, sowie zum Frühstück eine TasseCaft'ee oder Cacao. Nach Tische zürn Dessert Trauben; Nachmit-