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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Mercurial-Dyscrasie.

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bedingte Unwirksamkeit gegen die syphilitischen Affectionen zu besei-tigen scheint, wonach man auf erneuertem Boden den alten Feind be-kämpfen kann.

In Warmbrunn heilte Frei ss die mercurielle Dyserasie, die sichdurch eine allgemein bedeutende Reizbarkeit und fortdauernde Neigungzu Catarrhen der Schleimhaut des Kehlkopfs und Rachens bemerkbarmachte durch Molken und Bassinbäder. In einem anderen Falle wur-den heftige Schmerzen in den Extremitäten, mit Schwäche und Schwerein denselben verbunden, durch den inneren und äusseren Gebrauch derThermen und die Douchen glücklich beseitigt.

Wetzlar (1. c.) behandelte in Aachen einen 43jährigen Mann,der zwei Jahre zuvor wegen einer syphilitischen Affection grosse Do-sen Quecksilber genommen hatte, ohne Einhaltung einer besonderenDiät. In Folge einer Erkältung während der Kur wurde er von einerlähmungsartigen Schwäche des rechten Arms befallen, welcher abma-gerte. Der Vorderarm war halb flectirt, und alle Bewegungen, zumaldie Stipulation, wurden nur unter Zittern ausgeführt. Das Allgemein-befinden des Kranken, welcher eine sehr kräftige Constitution hatte,war gut, die Digestion ging normal von Statten. Er trank das Ther-roalwasser und nahm abwechselnd einfache und Dampfbäder. Nach14 Tagen stellte sich plötzlich ohne vorangegangene Erscheinungen einprofuser Speichelfluss mit oberflächlichen Ulcerationen am Zahnfleischeein, der vier Tage anhielt, dann allmälig uachliess und nach'zehn Ta-gen ganz aufhörte. Mit dem Eintritt desselben zeigte sich eine deut-liche Besserung in der Motilität des Arms, die mit jedem Tage weitereFortschritte machte. Die Douchen auf den Arm gaben demselben seinefrühere Kraft wieder, so dass der Kranke nach 8 Tagen schreiben undselbst sich rasiren konnte, ohne zu zittern.

Die Alpenthermen (Gastein, Wildbad, Pfäfers, Neu-haus, Tüffer) eignen sich dagegen bei Kranken in vorgerückterenJahren, höheren Graden und längerer Dauer des Leidens, und wennbereits andere Quellen erfolglos angewendet worden. Bei Läh-mungen mit Atrophie erzielte Sigmund günstige Resultate durchden Gebrauch der Stahlwasser, dem er den der Alpenthermenfolgen lieSS.

Sind Neuralgieen zu beseitigen, bei Individuen, wo die Blutbe-reitung normal von Statten geht und die Ernährung nicht gestört ist,80 passen für leichtere Fälle die Soolbäder, für hartnäckigere, hef-tigere Können die jodhaltigen Soolquellen und die Seebäder.

Zur Unterstützung und Hebung der gesunkenen Kräfte ist es"olliwen.lig, dass die Diät nahrhaft und stärkend sei: in gleicher Ab-