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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Mercurial-Dyscrasie.

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Die ersteren sind vorzuziehen bei jüngeren Individuen, gerin-geren Grnden und nicht zu langer Dauer des Uebels; nach Astrieberuht ihre Wirkung darauf, dass die Schwefelalcaiien das Queek-

silberalbuminat, welches sich in den Geweben festgesetzt, löslichmachen und das so löslich gewordene metallische Quecksilber durchdie Secretionsorgane, deren Thätigkeit durch die ganze Kur bedeu-tend angeregt worden, ausgeschieden wird; doch findet gewiss hierkein so einfacher chemischer Process statt. In sehr vielen FällenStellt sich während der Kur ein bedeutender Speichelfluss ein.

Astrie theilt zwei merkwürdige Fälle mit, die Pages in Bare-ges beobachtet hat. Beide Kranke hatten früher den Mercur im Ueber-maass gebraucht,'der eine aber bereits seit 18, der andere seit 14 Mo-naten sich der mercuriellen Behandlung entzogen. Bei beiden tratgleich in den ersten Tagen nach dem Gebrauche der Schwefelquelleein Speichelfluss mit allen Erscheinungen der diphtheritischen Stoma-titis mercurialis auf, die dann nach 8 bis 14 Tagen bei der fortgesetz-ten Anwendung desselben Wassers beseitigt ward.

Hahn machte die Beobachtung, dass die Quellen in Aachen insolchen Fällen nicht selten Speichelfluss und zuweilen sogar Mercu-rialgeschwüre im Munde oder Halse hervorrufen, die aber, wenn sienicht syphilitischer Natur sind, im weiteren Verl.aufe der Kur wiedervernarben.

Wo durch den lange forlgesetzten Gebrauch des Mercurs eine.Saturation des Organismus herbeigeführt und dadurch ein Stillstandoder gar eine Verschlimmerung des syphilitischen Leidens bewirktworden ist, stellen die Schwefelwasser die Reactionsfähigkeil des Or-ganismus gegen den Mercur wieder her, worauf dann neben dem("(brauche der Schwefelbäder dieselben Quecksilberpräparate, welchebisher sich unwirksam erwiesen, eine gründliche Heilung herbei-führen. Auch hat man in solchen Fällen nicht uöthig, die früherengrossen Dosen zu verordnen. Jedoch isl der innere Gebrauch desSchwefelwassers hier zu meiden, indem dadurch die Wirkung desQuecksilbers geschwächt zu werden scheint, dagegen leisten dieJodpräparate frühzeitig innerlich gebraucht treffliche Dienste.

. So wie d'Oleire und Grandidier in Nenndorf bei solchenComplicationen von Mereurialdyscrasie mit Syphilis, mit Vorwallender ersteren, glückliche Heilungen erhielten, so gelang es auchfteumont (Aachen und seine Heilquellen! 1828) mit den Thermenin Aachen. Er sagt in Rücksicht hierauf:Die Folgen des Miss-brauchs von Quecksilber in der Syphilis, so wie die Ueberresle der