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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Störungen der Blutmischung.

deckung, dass sich auch bei animalischer Kost fortdauernd Zuckerin der Leber bildet, nutzlos, vielmehr verordne man eine gemischteaus Fleisch und Vegetahilien bestehende Nahrung.

Die beste Zeit für die Kur sind hier die Monate Juli undAugust.

Wo ein bedeutender Grad von Schwäche vorhanden und dieErscheinungen der Anaemie vorherrschend sind, verdienen dieFranzens- oder Wiesenquelle in Franzeiisbad den Vorzug.Schönlein erzielte dagegen bei einem sehr geschwächten Kran-ken in vorgerückten Jahren, der früher an Psoriasis gelitten, die ohneUrsache verschwunden war, worauf sich nach und nach die Symptomedes Diabetes entwickelten, durch den Gebrauch der Schlammbäder inNenndorf und den innern Gebrauch des Pyrmonter Wassers bedeu-tende Besserung, nachdem auf dem Unterleibe ein schuppiges Exan-them von der Grösse eines Thalers hervorgebrochen. Der Urin, dervor der Kur 1 pCt. Zucker enthielt, zeigte nach derselben nur noch\ pCt.

Ebenso sah Zägel in einem Falle gute Wirkungen vom Gebrauchedes Wassers in Elisen.

Da der Einfiuss des Nervensystems von sehr hoher Bedeutungzu sein scheint, so wird der Aufenthalt in einer lieblichen, mit Na-turschönheilen geschmückten Gegend, die ruhige und von Gemüths-aufregungen freie Lebensweise, das geschäftslose Umherstreichendurch Fluren und Wälder bei Verordnung einer Brunnenkur sehrviel zum günstigen Erfolge beitragen.

Erlauben es die Verhältnisse, so sende man den Kranken nachvollendeter Kur nach dem Süden (Italien), wo er längere Zeil ver-weilen musS', indem die höhere Temperatur der Luft die Haut zugrösserer Thätigkeit anspornt. In der Regel schwindet hier derZucker aus dem Harne.

7. Morbus Brightii. (Albuminurie.)

Im ersten Stadium, wo noch ein hyperaemischer Zustand der

Nieren vorhanden ist, sind die Soolendamrjfbäder z. H. in Ischlvon einigen Aerzten mit Erfolg angewendet worden, indem sie dieHautthätigkeit stark bethätigten und die Urinsecretion steigerten.-Jedenfalls ist ein Versuch zu empfehlen. Isl das erste Stadium aberabgelaufen, hat der Erguss eines faserstofflgen Exsudats bereits statt-gefunden und treten die partiellen, häufig den Ort wechselnden öde-