Diabetes.
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und wodurch manche Aerzte veranlasst werden, die Kranken fürganzlich geheilt zu halten, doch gehen dieselben stets durch Tuber-culose zu Grunde.
. Fleckles (Zur Balneotherapie chronischer Krankheiten ete. 1857)sah bei einem Kranken, der zugleich an Leberhypertrophie und Gichtlitt, nach einer fünfwöchentlichen Kur die Menge des täglich entleer-ten Harns von 10 Maass auf 2 sinken. Der Zuckergehalt, der anfangs4,513 pCt. betrug, zeigte am Ende der Kur nur Spuren von Zucker,das spec. Gewicht war von 1,024 auf 1,018 herabgegangen. Die Bes-serung war im Winter so fortgeschritten, dass Prof. Kose gar keinenZucker bei der Analyse mehr vorfand. Durch sehr reichlichen Genuaszuckerhaltiger Nahrungsmittel trat im nächsten Sommer abermals Zuc-ker im Urin auf (4,034 pCt.), und das spec. Gewicht betrug 1,045.Nach einer sechswöchentlichen Kur, während welcher der Kranke nurden Sprudel trank, sank der Zuckergehalt im Urin auf \ pCt., dasspec. Gewicht auf 1,023 und die Quantität des entleerten Harns von18 Maass auf 5 innerhalb 24 Stunden. — Bei einem anderen bewirktedie Brunnenkur einen vierjährigen Stillstand. — In einem dritten Falle,wo die Krankheit seit 5 Monaten bestand, sank die Menge des Zuk-kers nach einem vierwöchentlichen Gebrauche des Schloss-, Mühlbrun-nens und später des Sprudels von 4,090 pCt. auf 2 pCt. und das spec.Gewicht von 1,035 auf 0,115.
Seegen (Wiener med. Wochenschrift No. 4. 1857) behandelte5 Fälle, von welchen in dreien während des Gebrauchs der Karls-bader Thermen der Zucker gänzlich geschwunden war, trotzdem ge-mischte Kost genossen ward. Auch Anger sah bei 4 Kranken denZucker vollständig oder bis auf geringe Spuren während der Kurschwinden.
Nach D uran d-Far de 1 (Bullet de Therap. Avril. 1854.) vermin-dert sich der Zuckergehalt in der Regel am 6. Tage der Kur zu Vi-chy, doch erscheint der Zucker gewöhnlich einige Monate nach be-endeter Kur wieder, wenn auch in geringerer Menge; auch der Durstund die Trockenheit im Munde nehmen ab, der Appetit kehrt wieder,der stinkende Athem bleibt unverändert; die Haut wird geschmeidig,feucht, die Muskelkraft und die psychische Energie steigern sich.
Man lasse die Kur bei zarten, nervösen Individuen mit den küh-leren Quellen, Schloss- und Mühlbrunnen heginnen und dannzum Sprudel innerlich und in Bädern übergehen; auch wo einchronischer Magencatarrh der Krankheit vorausgegangen ist odersit ' begleitet, darf nur die mildeste Therme, der Seh I ossbrun n e u ,in (lebrauch gezogen werden. Eine so scrupulöse Diät, wie sie bis-her empfohlen worden, ist jedoch in Folge der Bernard'sehen Ent-
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