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Störungen der Blutmischung.
Die einfachen Soolbäder lasse man im Anfange mit ^ Eimer Soole(4 Pfund) Zusatz zu einem Bade von 15 Eimern (128 Pfund) nehmenund nach und nach bis zu einem ganzen Eimer (92 Pfund) steigen.Die Temperatur richtet sich nach der Individualität der Kranken,doch dürfen sie nicht zu heiss verabreicht werden; 27■—24° ist diegeeignetste Temperatur, v. Brenner lässt selbst Kinder unter einemhalben Jahre baden, indem er \ bis .'i Maass der Soole dem Wasserin einer kleinen Wanne zusetzt.
Der Salzbergschlamm wird als Umschlag auf hartnäckigeDrüsengeschwülste, Knochenauftreibungen, Caries, torpide Geschwürebenutzt.
Die Bade-Einrichtungen sind vortrefflich, die Cabinette gross,luftig, die hölzernen Bassins geräumig.
Schon nach wenigen Wochen pflegen diese Bäder im Verein mitder herrlichen Gebirgsluft auf alle Formen der Scrophulose einenwohlthätigen Einfluss zu äussern; das Aussehen der Kranken bessertsich und die Ernährung nimmt zu. Die Heilung ist aber um so eherzu erwarten, je jünger das Individuum ist, und wenn das Localleidennoch keine bedeutenden Fortschritte gemacht hat.
Drüsenanschwellungen, die oft kurze Zeit bestehen, chronischeCatarrhe der Respiratiohsorgane und der Magendarmsehleimhaut, wiesie bei Scrophulösen so häufig, beobachtet werden, pflegen oft dachvierwöchentlicher Kur vollkommen beseitigt zu werden. Wo schondas fibröse oder Knochensystem ergriffen ist, pflegt die Ischler Soolenicht viel zu leisten oder nur erst nach wiederholtem Gebrauche derBäder eine Besserung zu bewirken. Daher eignen sich mehr diefrischen und leichteren Fälle für dieselbe.
Bei mehr torpiden Subjecten, trockner, unthätiger Haut werdenSooldampfbäder sehr zweckmässig in Anwendung gebracht, alleinoder mit Soolbädern verbunden, denen man sie vorangehen lässt,weil sie eine stärkere Reizung der flaut hervorrufen. Auch leistensie gute Dienste bei chronischen, catarrhalischen Affecüonen derSchleimhaut des Rachens, der Luftröhre und der Bronchien. Ge-wöhnlich werden sie nur kurze Zeit, 15 höchstens 20 Minuten hin-durch, ertragen. Hiermit ist tleissige Bewegung in den Fichtenwäl-dern der Gebirge und eine streng geregelte Diät zu verbinden.
Badeärzte sind: Dr. v. Brenner, Dr. Polak, Dr. Mastallier.