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Störungen der Blutmischung.
Kohlensaare MagnesiaSchwefelsaure MagnesiaKohlensaures EisenoxydulExtractivstoff
0,40 Gran.
3,00 -0,^1 -0,20 -
Summa 21,71 Gran.
Noch mächtiger wird die Thätigkeit der Haut durch die Kie-fernadeklampfbäder angeregt; der Ausbruch des Schweisses er-folgt schneller und reichlicher. Die Dämpfe werden mittelst einerRohrenleitung in die Wahne geleitet und somit bleiben Kopf undRespirationsorgane vor ihrer Einwirkung verschont.
Von französischen Aerzten sind die Arenationen empfohlenund in neuester Zeit von Dr. Wiedasch auf Norderney ange-wandt worden.
Er lässt den Kranken zwischen Ebbe- und Eluthgrenze in einevier Fuss tiefe längliche Grube nackt legen und zwar beim höchstenSonnenstande; der ausgegrabene Sand wird über ihn bis zur Höheeines Zolls gedeckt, der bald ausbrechende Schweiss löst die zwi-schen den Sandkörnern befindlichen Salztheilchen und leitet eineneingreifenden Diffusionsstrom auf der Haut ein. Nur sind die Cori-gestionen nach dem Gehirn hierbei zu überwachen. Die Dauer derEinwirkung darf 10 Minuten nicht übersteigen.
Zu empfehlen sind ferner bei allen rheumatischen Affectioneuund gichtischen Ablagerungen die Moosbäder bei Salzburg.Von Salzburg bis an den bewaldeten Fuss des Untersberges breitetsich im Umfange von fast 2 Stunden ein Torfmoorlager aus, dessenMächtigkeit 5 bis 20 Fuss in die Tiefe reicht. | Stunden von Salz-burg entfernt, KiO Schritte links von der Strasse nach I lallein befin-det sich auf dem Moorgrunde eine aus Holz erbaute Badeanstalt, inder die Moos-*) oder Moorwasserbäder bereitet und genommenwerden. — Zu diesen Hadern wird die in den im Torfboden auge-legten Abzugsgräben durchsickernde und sich ansammelnde Massig-keit verwendet; sie ist weingelb, vollkommen geruchlos, an Ge-schmack schwach adstringirend, enthält Humussäure und ist sonstziemlich rein. — Sie wird durch Röhren in das Badehaus geleitel,dort künstlich erwärmt und zu allgemeinen, Hand- und Fussbädernbenutzt. — Bei vollsai'tigen, zu Congestionen geneigten Individuen ist
*) Die Torfmoorfläche wird gemeinhin hier das Moos genannt.